Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Waldbesitzer und Kreis schützen Natur - Aus für „Trampelpfade“

Nicht überall sollten Menschen ihre Spuren hinterlassen. Zumindest gilt das für Naturschutzgebiete wie den Cappenberger Wald. Hier wie in anderen geschützten Bereichen haben Tiere, Pflanzen und Gewässer Vorgang vor den Erholungsbedürfnissen des Menschen oder seinem Wunsch, die Umwelt zu gestalten.

Die unter Naturschutz stehenden Cappenberger Wälder in Selm, Lünen und Werne sind die „grüne Lunge“ im Nordkreis. Sie dienen außerdem vielen Tierarten als Rückzugsraum und sind wichtig für die ungestörte und damit erfolgreiche Aufzucht der Jungen. Das Verlassen der befestigten Wege in Naturschutzgebieten ist deshalb allerorten verboten.

Der Schutzraum der Tiere wird kleiner

Besucher der in Privatbesitz befindlichen Cappenberger Wälder haben das in der Vergangenheit immer wieder ignoriert: „Trampelpfade“ entstanden, werden als Abkürzungen genutzt und sorgen vor allem für eins: „Der Schutzraum der Tiere wird kleiner, die Störungen nehmen zu“, so Peter Driesch, Leiter der unteren Landschaftsbehörde beim Kreis Unna.

Die untere Landschaftsbehörde und der Eigentümer des Waldes haben deshalb die Notbremse gezogen und machen die auf unzulässige Weise entstandenen Wegeverbindungen unbegehbar. Konkret werden von der Forstverwaltung Graf von Kanitz auf der gesamten Länge der Trampelpfade Stämme und Äste verteilt, so dass das Begehen erschwert wird.

Gesperrte Wege zur eigenen Sicherheit nicht betreten

Kreis und Forstverwaltung appellieren an alle Waldspaziergänger, die gesperrten Wege auch zur eigenen Sicherheit nicht zu betreten und so zu helfen, dass Tiere und Pflanzen ihre Rückzugsräume behalten bzw. verlorengegangene Schutzzonen zurückerobern können.
- Constanze Rauert -

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