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Wirtschaftsbericht NRW - Wirtschaft im Revier wächst überdurchschnittlich

Die Wirtschaft in der Metropole Ruhr wächst überdurchschnittlich. Das geht aus dem Wirtschaftsbericht Nordrhein-Westfalen 2016 hervor, den die Landesregierung jetzt vorgestellt hat. Der Bericht verdeutlicht die große wirtschaftliche Bedeutung des Ruhrgebietes, das mit einen Anteil von 25 Prozent wesentlich zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Landes beiträgt.

Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner ist im Zeitraum von 2004 bis 2014 um gut 33 Prozent gestiegen und liegt damit über dem NRW-Schnitt (rund 30 Prozent). Der Anteil von Erwerbstätigen im Dienstleistungsbereich ist in der ehemaligen Industrieregion mit 78,5 Prozent (NRW: 75,8 Prozent) mittlerweile überdurchschnittlich hoch.

Arbeitslosenquote sank um vier Prozent

Zwischen 2005 und 2015 sank die Arbeitslosenquote in der Metropole Ruhr um 4,4 Prozentpunkte, während landesweit im gleichen Zeitraum eine Abnahme um 4,0 Prozentpunkte registriert wurde. Trotzdem verzeichnet das Ruhrgebiet mit 10,7 Prozent weiterhin die höchste Arbeitslosenquote aller Regionen in NRW.

Überdurchschnittliche Wachstumsrate

„Die überdurchschnittliche Wachstumsrate beim Bruttoinlandsprodukt je Einwohner zeigt, dass die Anstrengungen zur Bewältigung des Strukturwandels in der Metropole Ruhr erfolgreich sind und Wirkung zeigen“, kommentiert Karola Geiß-Netthöfel, Direktorin des Regionalverbandes Ruhr (RVR), die Ergebnisse des Wirtschaftsberichtes.

Kommunaler Arbeitsmarkfonds notwendig

„Sorgen bereitet nach wie vor die hohe Arbeitslosenquote, die auf die große Zahl der Langzeitarbeitslosen zurückzuführen ist. Hier besteht akuter Handlungsbedarf, worauf die Oberbürgermeister und Landräte in ihrem Brief an die Bundeskanzlerin erst kürzlich hingewiesen haben. Die Region möchte gerne, mit entsprechender Unterstützung vom Bund, einen Modellversuch „Kommunaler Arbeitsmarktfonds“ starten, um die Beschäftigungsperspektiven für Langzeitarbeitslose zu verbessern.“
- Informationsdienst Ruhr -

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