Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Kreistag legt Grundsätze fest - Strategie für den Konzern Kreis Unna

Der Kreis will sich bei der Aufgabenerledigung neu ausrichten. Mittel zum Zweck ist die Wirkungsorientierte Steuerung (WOS). Ziel ist die Umsetzung einer Gesamtstrategie Konzern Kreis Unna, mit der das Kosten-Nutzen-Verhältnis erst deutlich und dann verbessert werden soll.

Nach intensiver Grundlagenarbeit der Kreisverwaltung und unter Moderation eines externen Beraters formulierte die eigens dafür gebildete, aus Vertretern von Politik und Verwaltung bestehende Strategiekommission im Frühsommer neun Handlungsfelder und daraus abzuleitende Leitsätze.

Strategische Ziele werden mit Kennzahlen verknüpft

Mit Hilfe der Wirkungsorientierten Steuerung sollen die Produkthaushalte bei der Aufstellung künftig mit strategischen Zielen und deren Kennzahlen verknüpft werden. Im Ergebnis sollen so die Notwendigkeit, Passgenauigkeit, Sinnhaftigkeit und der Erfolg von geplanten Vorhaben messbar, überprüfbar und korrigierbar werden.

Der Umbau wurde im Grundsatz von allen Fraktionen und Gruppen begrüßt. Unterschiedliche Auffassungen gab es aber bei der Frage, ob denn auf der strategischen Ebene überhaupt Schwerpunkte gesetzt und Handlungsfelder im Verhältnis zueinander richtig gewichtet würden.

Start mit dem Handlungsfeld Wirtschaft und Arbeit

SPD und CDU legten ausdrücklich Wert darauf, dass mit dem Handlungsfeld Wirtschaft und Arbeit gestartet wird, da es sich um ein Schlüsselthema für die Entwicklung der Region handele.

Das sahen andere durchaus anders: So vermissten Bündnis 90/Die Grünen und die Piraten eine deutlichere Würdigung des Themas Bildung/Ausbildung. Letztlich wurde die zur Beschlussfassung vorgelegte Gesamtstrategie Konzern Kreis Unna mit den Stimmen von SPD, CDU, FDP und PIRATEN so verabschiedet.

Nur ein Änderungsantrag kam durch

Änderungswüsche der kleinen Fraktionen und Gruppen konnten sich bis auf eine Ausnahme nicht durchsetzen: Der Vorschlag von Bündnis 90/Die Grünen und Piraten: Förderung der präventiven Gesundheitsarbeit und medizinischen und pflegerischen Vorsorge – wird in den Text noch eingearbeitet.

Die Handlungsfelder im Überblick

  • Bildung
  • Bürgerschaftliches Engagement und Teilhabe
  • Gesundheit
  • Lebensqualität – Kultur, Tourismus und Sport
  • Mobilität, Verkehr, Information und Infrastruktur
  • Natur, Umwelt und Landwirtschaft
  • Sicherheit
  • Soziales, Familie, Kinder, Jugend und Wohnen
  • Wirtschaft und Arbeit

- Constanze Rauert -

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