Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

„Starenkasten“ Ruhrtalstraße - Messanlage ab Montag wieder „scharf“

Rund vier Monate war er außer Betrieb, ab kommendem Montag, 14. November wird an der Ruhrtalstraße in Schwerte wieder fotografiert: Dann geht der „Starenkasten“ – wie die Geschwindigkeitsmessanlage des Kreises Unna im Volksmund heißt – dort wieder in Betrieb.

Letztlich hatten alle Beteiligten Ende Juni 2016 Glück im Unglück. Damals  kam auf der Ruhrtalstraße ein Autofahrer aus Schwerte von der Fahrbahn ab und rammte den „Starenkasten“. Der Mast wurde dabei unter dem Auto begraben, die Messeinheit flog Meter weit. Nicht nur der Fahrer blieb unverletzt, sondern auch ein Mitarbeiter des Kreises Unna, der die stationäre Anlage genau zu diesem Zeitpunkt wartete. Einzig Auto und die Messanlage wurden beschädigt.

Geblitzt wird nicht ohne Grund

„Die Anlage steht nun wieder an Ort und Stelle und muss in dieser Woche nur noch geeicht werden, bevor wir sie wieder scharf schalten“, berichtet Günter Sparbrod, der Leiter der Straßenverkehrsbehörde beim Kreis und ergänzt: „Das machen wir nicht ohne Grund.“

Hier wird zu schnell gefahren

Denn die Ruhrtalstraße ist ein Gefahrenpunkt, an dem erfahrungsgemäß häufig viel zu schnell gefahren wird. Allein in den drei jüngsten Jahresstatistiken wurden hier, wo bis Ende 2015 maximal Tempo 70 vorgeschrieben war, traurige „Spitzenreiter“ aktenkundig: 2013 wurde der Schnellste mit 148 km/h auf dem Tacho gemessen, 2014 war es ein Fahrer mit 141 Sachen, und im Jahr 2015 trat immer noch jemand so kräftig aufs Gas, dass er mit 131 geblitzt wurde.

Wegen Straßenschäden hat der Landesbetrieb Straßen-NRW die zulässige Höchstgeschwindigkeit im Januar 2016 auf 50 Stundenkilometer gedrosselt.

In den vier Monaten, in denen der „Starenkasten“ außer Betrieb war, setzte der Kreis übrigens auf der Ruhrtalstraße mobile Messanlagen ein.   
- Birgit Kalle -

             

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