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Rat der Schulpsychologen gefragt - Mehr Schulverweigerer, weniger Mobbing

Schulverweigerung oder aggressives Verhalten, psychische Probleme, Prüfungsangst oder auch erhebliche Schwierigkeiten beim Schreiben, Lesen und Rechnen: Manchmal brauchen Lehrer, Eltern und Schüler Unterstützung.

In diesen und vielen anderen Situationen sind die sechs Schulpsychologen der Schulpsychologischen Beratungsstelle für den Kreis Unna die richtigen Ansprechpartner. Im vergangenen Schuljahr waren sie erneut stark gefragt. Das geht aus dem Arbeitsbericht hervor, den der Leiter der Beratungsstelle, Dipl.-Psychologe Andreas Hunke jetzt im Ausschuss für Bildung und Kultur vorstellte.

Angststörungen bis zu familiären Belastungen

Hauptgrund, warum die Schulpsychologen zu Rate gezogen wurden, war im vergangenen Schuljahr der Absentismus, also das unentschuldigte Fernbleiben vom Unterricht. „Die Ursachen sind vielschichtig“, berichtet Andreas Hunke. „Sie reichen von Angststörungen bis zu familiären Belastungen, die so schwer sein können, dass Schüler nicht mehr in die Schule kommen.“

Mobbing: Praktische Tipps zur Vorbeugung

Erfreulich dagegen ist der Rückgang der Anmeldungen in der Beratungsstelle wegen Mobbings. „Wir haben dieses Thema jahrelang intensiv bearbeitet, und diese Arbeit scheint sich nun auszuzahlen“, sagt Hunke und verweist auf Fortbildungen und Projekte wie das Lüner Anti-Mobbing-Projekt, bei dem Lehrer und Sozialpädagogen viele praktische Tipps zur Vorbeugung und Intervention bei Mobbing und Cybermobbing an die Hand bekommen haben.

Krisenprävention und Krisenintervention ist ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit der Schulpsychologischen Beratungsstelle. Im vergangenen Schuljahr unterstützte sie beispielsweise fünf Schulen nach einem Todesfall in der Schulgemeinde. Wegen akuter Bedrohungen durch Schüler wurde viermal um Beratung gebeten. „Im Vergleich zum Vorjahr ist diese Zahl konstant geblieben“, erläutert Andreas Hunke. Alle Fälle konnten durch die gute Zusammenarbeit von Schule und Psychologen, manchmal mit der Beteiligung von Polizei und Jugendamt geklärt werden.
- Birgit Kalle -

                                                                    

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