Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Kooperation beschlossen - Neue Beratungsangebote für Frauen

Nach den Vorfällen in der Silvesternacht in Köln hat sich offenbar auch bei Frauen im Kreis Unna das subjektive Sicherheitsgefühl verschlechtert. Eine neue Kooperation zwischen Kreispolizeibehörde und den Gleichstellungsbeauftragten im Kreis Unna bietet Frauen deshalb neue Angebote.

Konkret geplant und organisiert sind Selbstbehauptungskurse in allen Städten und Gemeinden des Kreises - bis auf Lünen, hier ist das Polizeipräsidium Dortmund zuständig. Wer teilnehmen möchte, kann sich ab sofort anmelden. „Wir wollen interessierte Frauen darüber informieren, wie sie sich gegen Übergriffe schützen können“, unterstrich Landrat Michael Makiolla bei der Vorstellung der Kooperation.

Das Kommissariat Kriminalprävention/ Opferschutz der Kreispolizeibehörde Unna stellt mit den Kriminalhauptkommissarinnen Petra Landwehr und Heike Redlin erfahrene Referentinnen zur Verfügung, die die Teilnehmerinnen schulen.

An konkreten Zahlen ablesen lässt sich das verschlechterte Sicherheitsgefühl nicht. Die Auswertung der Polizeistatistik des Kreises Unna (ohne Lünen) mit Blick auf Sexualdelikte zeigt, dass die Zahlen 2016 im Vergleich zum Vorjahr stagnieren.

Die meisten Fälle im persönlichen Umfeld

Die meisten Sexualstraftaten werden übrigens im persönlichen Umfeld verübt, das heißt innerhalb der Familie, im Freundeskreis und am Arbeitsplatz verübt. So wurden im Jahr 2015 insgesamt 378 Fälle Häuslicher Gewalt aktenkundig, 102 Wohnungsverweisungen wurde ausgesprochen. Diese darf die Polizei in NRW für zehn Tage gegen häusliche Gewalttäterinnen und -täter aussprechen.
- KPB -

 

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