Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Lösung in Sicht - Neubau für Förderzentrum wird geplant

Für das Förderzentrum Unna ist eine Lösung in Sicht. Der Kreistag hat einstimmig beschlossen, einen Neubau auf dem Grundstück der jetzigen Anne-Frank-Realschule voranzutreiben. Das Grundstück gehört der Stadt Unna, mit der eine Kooperation angestrebt wird.

Grund für die Neubau-Pläne ist erheblicher Sanierungsbedarf am jetzigen Standort. Mit dem Umbau der Förderschullandschaft im Kreis war das Förderzentrum Unna nach den Sommerferien 2016 in das Gebäude der ehemaligen städtischen Harkortschule an der Friedrich-Ebert-Straße in Unna gezogen. Für eine langfristige Nutzung, so hatte sich herausgestellt, müsste unter anderem die komplette Gebäudetechnik instandgesetzt werden.

Keine Dauerlösung

Derzeit wird ein ausreichendes Raumangebot für die rund 220 Schülerinnen und Schüler unter anderem über angemietete Container sichergestellt. Einhellige Meinung ist aber, dass das keine Dauerlösung sein kann. Eine grobe Kostenschätzung hat ergeben, dass die Sanierung des Altbaus mit rund 11,2 Millionen Euro deutlich teurer wäre als ein Neubau einschließlich Grundererb auf dem Grundstück der Anne-Frank-Realschule, der mit rund 9,4 Millionen Euro veranschlagt ist.

Arbeitsgruppe hat sich gebildet

Die Stadt Unna hat das Grundstück für den Neubau angeboten, das in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hansa-Berufskolleg, zum Naturwissenschaftlichen Zentrum (NTZ) zur Stadthalle liegt. Eine gemeinsame Arbeitsgruppe der Stadt und des Kreises prüft derzeit, ob Kooperationen möglich sind. Denn auf dem großen Grundstück (insgesamt 19.000 Quadratmeter) ist bereits eine Kindertagesstätte geplant. Außerdem gibt es Überlegungen, das städtische Weiterbildungskolleg dort anzusiedeln. Zusammen mit dem Förderzentrum könnte ein regelrechter Campus entstehen, der Synergie-Effekte bietet, weil unter anderem die Infrastruktur gemeinsam genutzt werden kann.

Mit dem Kreistagsbeschluss konkretisieren sich die Neubau-Pläne für das Förderzentrum. Bis Mitte des nächsten Jahres soll eine belastbare Kostenschätzung sowie Maßnahme- und Zeitpläne vorgelegt werden. Baubeginn könnte 2018 sein, für den Beginn des Schuljahres 2020/21 ist nach jetzigem Stand der Umzug des Förderzentrums angepeilt.
- Birgit Kalle -

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