Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Milder Winter - Arbeitslosigkeit steigt gering

Grafik: Paul Cyronek - Kreis Unna

Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Unna ist leicht angestiegen. Dass sie im Vergleich zum November um „nur“ 51 Personen auf 16.457 gestiegen ist, erklärt die für den Kreis Unna zuständige Agentur für Arbeit Hamm mit dem milden Winter.

Im Vergleich zum Vorjahr ging die Arbeitslosigkeit um 988 Personen (-5,7 Prozent) zurück. Aktuell liegt die Arbeitslosenquote im Kreis bei 7,9 Prozent.

Claudia Hermsen, Geschäftsführerin Operativ der Agentur für Arbeit Hamm, bilanziert: „Das Weihnachtsgeschäft konnte den Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Kreis Unna abfedern. Das milde Wetter sorgt zudem für weniger Arbeitslose im Baugewerbe.“ Die Arbeitsmarktexpertin weist darauf hin, dass zum Jahresbeginn mit einem saisontypischen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen ist.

Zu- und Abgänge aus dem ersten Arbeitsmarkt

Im Berichtsmonat meldeten sich 1.052 Personen auf dem ersten Arbeitsmarkt neu arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat waren das 49 Personen (4,9 Prozent) mehr. Im Vergleich zu Dezember 2015 meldeten sich 87 Personen (9,0 Prozent) mehr auf dem ersten Arbeitsmarkt neu arbeitslos.

Gleichzeitig beendeten im Berichtsmonat 799 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Vor einem Monat waren es noch 190 Personen (-19,2 Prozent) mehr. Im Vergleich zum Vorjahr waren es 92 Personen (13,0 Prozent) mehr, die den Weg zurück in den ersten Arbeitsmarkt aufgenommen haben.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises

Die Arbeitslosigkeit sank in drei Kommunen im Kreis Unna. Dabei war der prozentual stärkste Rückgang in Fröndenberg (-5,7 Prozent bzw. 39 auf 640). Danach folgen Kamen (-0,5 Prozent bzw. 9 auf 1.903) und Lünen (-0,4 Prozent bzw. 17 auf 4.768).

In allen anderen Kommunen stieg die Arbeitslosigkeit. Den prozentual stärksten Zuwachs hatte Selm (3,4 Prozent bzw. 28 auf 846). Danach folgen Holzwickede (2,7 Prozent bzw. 14 auf 536), Bergkamen (1,5 Prozent bzw. 39 auf 2.570), Unna (0,8 Prozent bzw. 17 auf 2.056), Schwerte (0,7 Prozent bzw. 10 auf 1.518), Werne (0,6 Prozent bzw. 6 auf 951) und Bönen (0,3 Prozent bzw. 2 auf 669).

Arbeitskräftenachfrage

Der Bestand an Arbeitsstellen sank im Dezember um 225 Stellen (-8,1 Prozent) auf 2.557. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind das 253 Arbeitsstellen (11,0 Prozent) mehr. Arbeitgeber meldeten im Berichtsmonat 822 neue Arbeitsstellen. Vor zwölf Monaten wurden noch 236 Stellen weniger angeboten.
- Nathalie Neuhaus -

  • Tabelle Arbeitsmarkt Kreis Unna Dezember
  • Presseinformation (PDF)

                             

 

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