Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Fälle häufen sich in diesem Jahr - Über 100 gemeldete Grippekranke

Ein kleiner „Pieks“ und die Sache ist meist erledigt. Doch nicht jeder hat eine Grippeschutzimpfung. Er läuft damit Gefahr, von der derzeit grassierenden Grippewelle erfasst zu werden. Die Zahl der gemeldeten Fälle im Kreis ist jedenfalls rasant gestiegen.

Gab es in den ersten sieben Wochen des Vorjahres „nur“ drei gemeldete Grippefälle (insgesamt 96), so musste die Kreisgesundheitsbehörde im Vergleichszeitraum diesen Jahres bereits 102 Fälle zu Protokoll nehmen – und ein Ende der Welle ist nicht in Sicht.

Grippeschutzimpfung immer noch sinnvoll

Da die Grippezeit bis in den April hineinreichen kann, rät Amtsarzt Dr. Bernhard Jungnitz, sich noch impfen zulassen. Besonders im Blick hat er Ältere und chronisch Kranke, deren Immunsystem aufgrund des Alters oder einer chronischen Erkrankung geschwächt ist.

Der Mediziner stellt gleichzeitig klar: „Gegen den normalen Schnupfen hilft die Impfung leider nicht.“ Die richtige Adresse für die individuelle Beratung und Impfung ist übrigens der Hausarzt.

Zahl der Keuchhustenfälle steigt ebenfalls

Einen Trend nach oben gibt es auch beim Keuchhusten. Hier wurden seit Jahresanfang 16 Fälle registriert (Vergleichszeitraum 2016 = 8, insgesamt 100 Fälle). Meistens sind die Kranken nicht geimpfte Erwachsene, denn: „Sie wurden in jungen Jahren nicht geimpft, während die Kinder und Jugendlichen heute einen guten Impfschutz haben“, erläutert Amtsarzt Dr. Jungnitz und rät den Älteren, sich auch diesen Schutz zu besorgen.

Fazit: Wer sich selbst schützt, kann niemanden anstecken, schützt also auch die, die (noch) nicht geimpft sind.
- Constanze Rauert -

  • Informationen rund um die Grippe & Co finden sich www.rki.de
  • Grippe: Zahlen und Daten

                

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