Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Kreis-Amtsarzt informiert - Alte Arzneimittel nie in den Ausguss

Jetzt ist Zeit für den Frühjahrsputz – und zwar auch in der Haus-Apotheke. Kopfschmerztabletten, die seit Jahren über das Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus sind, Bronchialtee, der für den Husten vor zehn Jahren angeschafft wurde oder Salbe, die „abgelaufen“ ist, gehören entsorgt - aber fachmännisch.

Im Sinne der Umwelt gilt vor allem eine Regel: Alte Arzneimittel oder Medikamente, die nicht mehr benötigt werden, dürfen nicht über den Ausguss oder per Toilettenspülung entsorgt werden. Darauf weist der Amtsarzt des Kreises Unna, Dr. Bernhard Jungnitz, hin. Denn über den Ausguss, WC und Kläranlage gelangen Medikamentenreste dann als Schadstoffe ins Trinkwasser.

Reste dürfen in den Müll

Der Fachmann hat auch eine saubere Lösung parat: Reste von Arzneimitteln können überall dort, wo Hausmüll (Restmüll) in die Müllverbrennungsanlage kommt, über die Restmülltonne entsorgt werden. „Das ist sicher und umweltfreundlich“, unterstreicht Dr. Jungnitz und verweist auf eine entsprechende Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums.

Rücknahme in der Apotheke besonderer Service

Damit ist die Rückgabe der Arzneimittel an die Apotheke nicht mehr erforderlich. Apotheken bieten eine freiwillige Rücknahme von Altarzneimitteln zwar vielfach als Service an, sind dazu jedoch rechtlich nicht verpflichtet.
- PK -

Blick in die Presse