Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Suchtberatung mit neuem Team - Anlaufstellen im ganzen Kreis

Ob Alkohol oder Nikotin, Medikamente oder Nahrungsmittel: Alles ist legal – und von allem kann man süchtig werden. Betroffenen ab 18 Jahren und Angehörigen hilft die Suchtberatung im Kreis Unna weiter. Das Team mit Anlaufstellen im ganzen Kreis hat sich jetzt neu aufgestellt.

Nach dem Ausscheiden langjähriger Mitarbeiter in den Ruhestand ist das Beratungs-Team jetzt wieder komplett. Angesiedelt ist es im Sozialpsychiatrischen Dienst des Kreises, komplettiert wird es mit Kolleginnen des Deutschen Roten Kreuzes in Lünen und der Diakonie in Schwerte. „Unser Ziel ist und bleibt es, die Menschen im Kreis Unna flächendeckend zu beraten. Erreichen wollen wir nicht nur Betroffene, sondern auch deren Angehörige“, unterstreicht der zuständige Sachgebietsleiter Dr. Matthias Cleef. 

Umfassende Beratung, Begleitung und Information

Die Suchtberaterinnen und Suchtberater sind als Sozialarbeiterinnen, Sozialpädagogen und in einigen Fällen auch Therapeuten allesamt vom Fach. Vor Ort bieten sie umfassende Beratung, Begleitung und  Information zum Thema Missbrauch und Sucht von legalen Suchtstoffen und nicht stoffgebundenen Süchten an.

Alkoholsucht eine Volkskrankheit

„In rund 90 Prozent der Fälle wenden sich Menschen an uns, die ein Problem mit Alkohol haben“, sagt Daniela Plattfaut, die als Beraterin vor Ort in Werne tätig ist, und ergänzt: „Man kann sagen, dass Alkoholabhängigkeit eine echte Volkskrankheit ist.“ Nicht nur bei Schwierigkeiten mit dem Alkoholkonsum, sondern auch bei selteneren Süchten wie Kaufsucht oder der Abhängigkeit von Schnüffelstoffen wissen die Experten aus der Suchtberatung Rat. 

Eine Vermittlung in eine Entgiftung oder Therapie, in Beratungseinrichtungen oder Selbsthilfegruppen dann gehört ebenso zum Aufgabenspektrum wie die Begleitung nach einer stationären oder ambulanten Behandlung.
- Birgit Kalle -

Blick in die Presse