Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Arbeitsmarktstatistik für März - Arbeitslosenquote bei 8,2 Prozent

Frühjahrsbelebung: Im Kreis Unna sank die Zahl der gemeldeten Arbeitslosen um 325 Personen (-1,9 Prozent) auf 17.500. Im Vergleich zu März 2016 ging die Arbeitslosigkeit um 1.166 Personen (-6,4 Prozent) zurück. Die Arbeitslosenquote beträgt im Berichtsmonat 8,2 Prozent.

„Im März kam es zu einer deutlichen Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna, die für erheblich weniger Arbeitslosigkeit gesorgt hat“, kommentiert Arbeitsagenturchef Thomas Helm die aktuellen Entwicklungen. Helm betont die gute wirtschaftliche Bewertung der Unternehmen: „Der hohe und im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegene Bestand an Arbeitsstellen belegt, dass Betriebe optimistisch in die Zukunft schauen, dass sie Arbeit haben und Fachkräfte suchen.“

Langfristig denken und schnell qualifizieren

Helm empfiehlt Arbeitslosen wie Unternehmen daher, langfristig zu denken und mögliche Qualifizierungen in Augenschein zu nehmen: „Wer sich heute vom Helfer zur Fachkraft qualifiziert, für den sinkt das Risiko, arbeitslos zu werden, spürbar. Und das geht sogar während einer laufenden Beschäftigung.“ Für April rechnet der Arbeitsmarktexperte mit weiter sinkenden Arbeitslosenzahlen und einer Fortschreibung der guten Entwicklung.

Zu- und Abgänge aus dem ersten Arbeitsmarkt

Durch die Zu- und Abgänge in bzw. aus der Arbeitslosigkeit kommt es zu einer erheblichen Fluktuation. Besonders die Veränderungen, die mit dem ersten Arbeitsmarkt zusammenhängen, lassen Rückschlüsse auf betriebliche Veränderungen zu.

Im Berichtsmonat meldeten sich 1.062 Personen aus Erwerbstätigkeit neu oder erneut arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat waren das 219 Personen (-17,1 Prozent) weniger. Im Vergleich zu März 2016 waren es 90 Personen (+9,3 Prozent) mehr.

Gleichzeitig beendeten im Berichtsmonat 1.071 Personen ihre Arbeitslosigkeit zu Gunsten einer Erwerbstätigkeit und damit 121 mehr als noch im Vormonat (+12,7 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren es 92 Personen (+9,4 Prozent) mehr Menschen, die eine neue Beschäftigung aufnehmen konnten.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises

Die Arbeitslosigkeit entwickelte sich im Kreis Unna nahezu homogen. Den prozentual stärksten Rückgang verzeichnete Kamen (-3,9 Prozent bzw. 81 auf 1.980). Danach folgen Unna (-3,1 Prozent bzw. 68 auf 2.093), Schwerte (-3,0 Prozent bzw. 46 auf 1.507), Bergkamen (-2,5 Prozent bzw. 69 auf 2.679), Fröndenberg (-1,9 Prozent bzw. 13 auf 667), Holzwickede (-1,9 Prozent bzw. 10 auf 526), Bönen (-1,3 Prozent bzw. neun auf 688), Lünen (-0,6 Prozent bzw. 32 auf 5.063) und Selm (-0,5 Prozent bzw. fünf auf 927). Einzig Werne verzeichnete einen leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit (+0,8 Prozent bzw. acht auf 1.045).
- Ulrich Brauer -

  • Arbeitsmarktreport im Kreis Unna - Tabelle (PDF)
  • Arbeitsmarktreport März (PDF)

                             

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