Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Zukunftsfragen diskutiert - Gleichstellungsbeauftragte in Wolfsburg

Arbeitswelt und Gesellschaft ändern sich rasant. Familien- und pflegefreundliche Arbeitsmodelle spielen dabei eine große Rolle. Darüber und über vieles mehr diskutierten acht Gleichstellungsbeauftragte aus dem Kreis Unna auf der Bundeskonferenz in Wolfsburg jetzt mit rund 400 Kolleginnen.

„Gelingende Gleichstellungspolitik ist einer der entscheidenden Faktoren für die Zukunftsfähigkeit der Kommunen“, unterstreicht die Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Unna, Heidi Bierkämper-Braun. Lebenswerte Kommunen seien deshalb zunehmend solche, die die Ansprüche von allen Einwohnern und Einwohnerinnen berücksichtigen: in der Stadt- und Verkehrsplanung, im Mitspracherecht in Politik und Verwaltung, in der Besetzung von Führungspositionen und in der gendergerechten Verwendung von kommunalen Geldern.

Einheitliche Standards für die Gleichstellungspolitik

Auf der Bundeskonferenz haben die Gleichstellungsbeauftragten aus dem Kreis Unna gemeinsam mit den anderen Teilnehmerinnen aus ganz Deutschland die „Wolfsburger Erklärung“ verabschiedet. „Darin fordern wir unter anderem bundesweit einheitliche Standards für die Gleichstellungspolitik vor Ort“, erklärt Heidi Bierkämper-Braun.

Weitere Punkte sind z.B. eine verbindliche und hauptamtliche Gleichstellungsarbeit für alle Kommunen, ausreichende Ressourcen und Rechte für Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte und die Berücksichtigung der Lebenswirklichkeit von Frauen, Männern, Mädchen und Jungen bei allen kommunalpolitischen Entscheidungen.

Gefahr des gesellschaftlichen Rückschrittes

Weitere Erkenntnis der Konferenz: Gerade in Zeiten von erstarkenden populistischen Tendenzen bestehe die Gefahr des gesellschaftlichen Rückschrittes. Dieser geht besonders zu Lasten von Frauen und Mädchen. Gleichberechtigte Rollenbilder treffen so auf Konzepte, die wir längst als veraltet geglaubt hatten. „Das erfordert eine klare Positionierung seitens der Politik für eine lebenswerte Gesellschaft für Frauen und Männer“, so Heidi Bierkämper-Braun abschließend.
- PK -

         

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