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Jahresbilanz 2016 - Gesunde Kinderzähne

Wer gesunde Zähne haben möchte, muss früh mit der Pflege anfangen. Daher setzt der Zahnärztliche Dienst des Kreises beim Nachwuchs an: Im Schuljahr 2015/2016 wurde das Gebiss von mehr als 22.000 Kindern und Jugendlichen untersucht.

Die gute Nachricht: Die große Mehrheit der Kinder hat - nicht zuletzt wegen der vom Kreis durchgeführten Vorsorgemaßnahmen – gesunde Zähne. Die Untersuchungen der Zahnärzte des Kreises zeigen aber auch immer noch, dass das Vorkommen von Karies eng mit dem gesellschaftlichen Status verknüpft ist.

„Eltern sozial benachteiligter Schichten gehen mit ihren Kindern oft nicht im notwendigen Maß zum Zahnarzt“, sagt Dr. Claudia Sauerland, Leiterin des Zahnärztlichen Dienstes. Das führt mit dazu, dass 20 Prozent der Kinder fast 80 Prozent der Karieslast tragen - mit Folgen für ihre gesamte gesundheitliche Entwicklung.

Kleinkinder früher erreichen

Der Zahnärztliche Dienst will diese Situation verbessern und besucht daher Kinder in Schulen und Kitas im gesamten Kreisgebiet. Dr. Claudia Sauerland sieht große Chancen für die Mundgesundheit auch durch den regen U-3-Besuch in den Kitas: „Seit dem Jahr 2000 hat sich der Anteil der unter Dreijährigen mehr als verdoppelt und liegt bei rund 40 Prozent“, berichtet sie. „Damit können wir viele Kleinkinder früher erreichen und vor Schäden bewahren.“

Karies für die meisten Viertklässler kein Thema

Hatte im Jahr 1980 noch im Durchschnitt jeder Viertklässler einen bleibenden Zahn mit Karies, ist diese Zahl in den vergangenen Jahrzehnten stark gesunken. Die durchschnittliche Anzahl der bleibenden Zähne mit Karies bei Viertklässlern liegt aktuell bei 0,24 –-das heißt, dass Karies für die meisten Kinder in dem Alter kein Thema ist.

Insgesamt wurden im Schuljahr 2015/16 die Zähne von 22.174 Kindern und Jugendlichen (2014/15: 27.155) untersucht, davon allein 9.104 Mädchen und Jungen in Kindertagesstätten.
- Birgit Kalle -

                          

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