Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Riesen-Bärenklau richtig bekämpfen - Hautkontakt unbedingt vermeiden

Im Kreis Unna hat sich der Riesen-Bärenklau in den vergangenen Jahren stark verbreitet. Der giftige Saft der Pflanze, die auch Herkulesstaude genannt wird, führt bei Berührung häufig zu starken Verbrennungen der Haut, warnt der Fachbereich Natur und Umwelt des Kreises Unna.

Nicht nur wegen der Gefahr, die von der bis zu vier Meter hohen Staude ausgeht, sollte eine weitere Ausbreitung verhindert werden. Der ursprünglich aus dem Kaukasus stammende Riesen-Bärenklau verdrängt auch heimische Tier- und Pflanzenarten.

„Der Umgang mit dieser bis zu vier Meter hohen Pflanze mit einem bis zu zehn Zentimeter dicken Stängel und großen weißen Dolden ist nicht ungefährlich“, weiß Peter Driesch vom Fachbereich Natur und Umwelt des Kreises. Bei Berührung und Kontakt mit dem Pflanzensaft entzündet sich die Haut nach rund 20 Minuten. Juckreiz, Rötungen und Blasen entstehen, die erst nach ein bis zwei Wochen abklingen. „Die Verbrennungen, die oft Narben hinterlassen, werden vor allem durch Sonnenlichteinwirkung noch verstärkt“, warnt Driesch.

Gezielte Bekämpfung

Ohne gezielte Bekämpfung kann die Verbreitung nicht verhindert werden, betonen die Fachleute des Kreises. Maßnahmen sind insbesondere an kritischen Stellen, wie beispielsweise im Bereich von Kindergärten oder Spielplätzen, erforderlich. Peter Driesch: „Ansprechpartner sind in diesem Fall die Ordnungsämter der Städte und Gemeinden.“

Aus Privatgärten verbannen

Auch private Gartenbesitzer sind gefordert, die Pflanze aus ihren Gärten zu verbannen, statt sie zu hegen und zu pflegen, appelliert der Kreis: „Eine chemische Bekämpfung sollte unterbleiben, da diese nur mit entsprechender Sachkunde durchgeführt werden darf“, unterstreicht Driesch. Die mechanische Bekämpfung (z.B. tiefes Ausgraben der Staude) sollte möglichst nicht bei sonnigem Wetter und möglichst mit Handschuhen und vollständiger Körperbekleidung durchgeführt werden. Empfehlenswert sind säurefeste Handschuhe und Gummi- oder feste Regenkleidung mit Stiefeln.
- PK -


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