Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Verkehrsschau in Bönen - 80 Straßen unter der Lupe

Die Zeichen der Zeit gehen auch an Verkehrsschildern nicht vorbei. Manche müssen ausgetauscht werden, weil sich nicht mehr lesbar sind. Andere können abgebaut werden, weil sie keinen Sinn mehr ergeben. Bei der turnusmäßigen Verkehrsschau waren die Verkehrszeichen in Bönen Thema.

„Verkehrsschauen sind ein wichtiges Element der Verkehrssicherheitsarbeit“, unterstreicht Michael Arnold von der Straßenverkehrsbehörde beim Kreis Unna. „Fest verankert in der Straßenverkehrsordnung, dienen sie der Überprüfung des Zustands und der Sichtbarkeit von Verkehrszeichen, Markierungen und Verkehrseinrichtungen.“

Arnold weiß: Häufig ändern sich Verkehrssituationen vor Ort, und damit kann beispielsweise der Grund für ein Halteverbot oder Gefahrzeichen entfallen. Mitarbeiter der Gemeinde Bönen, der Kreispolizeibehörde Unna sowie der Straßenverkehrsbehörde des Kreises Unna nahmen jetzt deshalb 80 Straßen unter die Lupe. Die Verkehrs-Experten waren im Bereich östlich und südlich der Bahnhofstraße unterwegs.

Tempo 30: weniger Unfälle und weniger Schilder

„Notiert wurden hierbei 39 Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen, die zu richten, zu entfernen oder auszutauschen sind“, berichtet Arnold. Ein gutes Ergebnis, das auch erklärbar mit der konsequenten Ausweisung von verkehrsberuhigten Bereichen und Tempo-30-Zonen sei. Arnold: „Diese haben nicht nur den Vorteil, dass hier 40 Prozent weniger Unfälle als in Tempo-50-Bereichen passieren, sie benötigen auch viel weniger Verkehrszeichen.“

Weniger Verkehrszeichen – das bleibt auch in der Zukunft erklärtes Ziel. Viele Regeln sind schließlich bereits in der Straßenverkehrsordnung enthalten. Zum Beispiel das Parken vor und hinter Kreuzungen und Einmündungen. „Das ist nur mit 5 Metern Entfernung von den Schnittpunkten der Fahrbahnkanten erlaubt“, so Arnold, der aber auch feststellt: „In der Praxis müssen Parkverbote jedoch allzu häufig durch Markierungen verdeutlicht werden.“
- PK -

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