Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Berufskollegs und Förderzentrum kooperieren

Bildung hängt in Deutschland noch viel zu oft von der Herkunft ab. Die drei kreiseigenen Berufskollegs am Standort Unna und das Förderzentrum Unna wollen das in ihrem Verantwortungsbereich verändern.

 

Die Schulen möchten insbesondere jugendliche Förderschüler bei ihrer Entwicklung unterstützen und möglichst fit für ein eigenständiges Leben machen. Gelingen soll dies durch eine in drei Kooperationsverträgen festgeschriebene Netzwerkarbeit am (geplanten) Bildungscampus Unna. „Räumlich und pädagogisch zusammenrücken“, nennt dies der Schuldezernent des Kreises, Dr. Detlef Timpe.

Auch Schulsozialarbeiter arbeiten zusammen
Fest verabredet werden neben dem regelmäßigen Austausch von Erfahrungen, Informationen und Konzepten auch Hospitationen der Lehrkräfte oder die Zusammenarbeit der Schulsozialarbeiter. Das gemeinsame Ziel: Die jugendlichen Förderschüler schulisch bestmöglich zu qualifizieren, soweit möglich in eine Ausbildung zu bringen oder den Weg in eine Arbeitsstelle zu ebnen.

Deshalb arbeiten nicht nur Pädagogen zusammen und stimmen sich und Lehrpläne mit- und aufeinander ab. Für die Förderschüler gibt es Schnuppertage an den Berufskollegs, damit der Übergang von der eher „behüteten“ Förderschule zum großen und quirligen Berufskolleg gut klappt.

Förderschule als Durchgangsstation
Denn: „Wir dürfen Förderschüler nicht aussondern, sondern müssen sie eingliedern. Die Förderschule spielt dabei die Rolle als Durchgangsstation auf dem Weg in ein Berufskolleg und im besten Fall weiter in eine Ausbildung.“ So beschreiben die Leiter von Hansa, Hellweg und Märkischem Berufskolleg sowie dem Förderzentrum Unna den selbstgegebenen, gemeinsamen „Arbeitsauftrag“.

Sicher sind sich die Fachleute nach ersten Erfahrungen in einem bereits jetzt: „Mit unserer Hilfe erreichen Förderschüler ihre Leistungsspitze und das bringt sie unabhängig vom weiteren beruflichen Werdegang auf jeden Fall persönlich einen Schritt weiter.“
- Constanze Rauert -

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