Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Zustimmung für Schulbauprogramm - Kreis verbaut 10,8 Millionen Euro

Modernen Unterricht in modernen Schulen zu ermöglichen. Wie das geht, machte der Kreis bereits mit dem vom Bund finanziell unterfütterten Bauprogramm „Schulen mit Zukunft 2009 – 2015“ vor. Nun gibt das Land frisches Geld – und der Kreis weiß auch diesmal genau, wo und wann er die Millionen verbaut.

3,8 Millionen Euro stellt der Bund bereits seit 2015 bis 2019 über das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz bereit. Abgeflossen sind davon im Kreis rund 400.000 Euro. Weitere gut 7,4 Millionen Euro kommen nun für den Zeitraum 2017 - 2020 aus dem Landesprogramm „Gute Schule 2020“ in den Kreis. Um beide Töpfe in den vorgegebenen Zeitfenstern ausschöpfen zu können, musste neu geplant werden.

Prioritäten und Zeitpläne geändert
Genau das haben die Fachleute rund um Bau- und Schuldezernent Dr. Detlef Timpe getan. Sie veränderten Prioritätenlisten, ordneten Gelder neu zu und schrieben Zeitpläne um. Mit der Zustimmung des Kreistages beginnt jetzt die konkrete Umsetzung.

In die Jahre 2017/2018 vorgezogen wird der Neubau (statt Anbau) einer Kreissporthalle (Zweifachturnhalle) als Ersatz für die zum Abriss vorgesehene Sporthalle des Hansa-Berufskollegs in Unna. Aus dem Programm „Gute Schule 2020“ eingesetzt wird 2017 eine Millionen Euro, weitere knapp 2,4 Millionen Euro fließen 2018. Der Kreis selbst steuert nochmal zwei Millionen bei - unter anderem für den Abbruch der maroden Sporthalle und die Schaffung von Parkplätzen und Außenspielfeldern (rund 1,2 Millionen Euro).

In Zukunft zwei Kreissporthallen
Fast zeitgleich – 2018/2019 - mit insgesamt 154.000 Euro über das Kommunalinvestitionsförderungsgesetz des Bundes finanziert wird die energetische Ertüchtigung der „alten“ Kreissporthalle. Damit stehen in absehbarer Zeit zwei kreiseigene Sportstätten nebeneinander zur Verfügung.

Ebenfalls aus dem Landesprogramm „Gute Schule 2020“ bezahlt werden wird der Neubau des Förderzentrums Unna. Er war notwendig geworden, weil sich die Sanierung der dafür ursprünglich vorgesehenen ehemaligen städtischen Harkortschule in Unna nicht rechnet.

Förderzentrum entsteht im Bildungscampus
Dies erweist sich nun fast als „Glücksfall“, denn das neue Förderzentrum entsteht auf dem von der Stadt Unna geplanten Bildungscampus in Unna-Königsborn, zu dem räumlich auch die drei Berufskollegs am Standort Unna sowie die Kreissporthalle(n) gehören werden.

Errichtet wird das Förderzentrum Unna 2019/2020. Kosten darf der Neubau über alles maximal 9,5 Millionen Euro. Da kommt die „Gute Schule 2020“ des Landes gerade Recht, denn aus diesem Topf sollen 2,8 Millionen Euro eingesetzt werden.

Auch seine anderen Schulen hat der Kreis im Blick: So ist die Sanierung der Sporthalle am Lippe Berufskolleg in Lünen für 2018/2019 geplant. Aus dem Bundestopf fließen sollen dafür gut 1,4 Millionen Euro. 1,3 Millionen aus dem Landestopf sind 2020 wiederum für die Sanierung der Karl-Brauckmann-Schule in Holzwickede reserviert.
- Constanze Rauert -

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