Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Bei UKBS-Bau Eis-Energiespeichersystem wird eingesetzt

Die Unnaer Kreis-Bau- und Siedlungsgesellschaft (UKBS) setzt weiterhin auf die Energiewende und damit auf neue Technologien. So wird die Energieversorgung für fast 30 geplante Wohnungen in Kamen über ein Eis-Energiespeichersystem erfolgen.

Mit der Entscheidung für diese bereits bewährte Methode verabschiedet sich die UKBS gleichzeitig von der Idee, Wasserstoff-Technologie – bis jetzt ein Novum in der internationalen Bauwirtschaft – einzusetzen. Mit dem Eis-Energiespeichersystem wird vielmehr eine am Markt erprobte innovative Energieversorgung genutzt. Im Kreis Unna ist es das erste Projekt dieser Art.

Überkapazitäten können zwischengelagert werden

Die Module werden auf dem Dach-Solarfeld des an der Wilhelm-Bläser-Straße geplanten Wohnprojektes aufgesetzt, um eine effiziente Sonneneinstrahlung zu erhalten und aus der Luft Energie saugen zu können. Diese Energie wird gespeichert und kann zeitversetzt abgerufen werden. Überkapazitäten können zwischengelagert werden. „Zudem“, so UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer „bietet sich an, das Haus mit „Zapfsäulen“ für Elektro-Autos zu versehen.“

Eng gestaltet wird mit diesem Vorhaben eine kommunale Zusammenarbeit, denn auch die Gemeinschafts-Stadtwerke sitzen mit am Tisch. Sie finanzieren die Anlage und werden sie auch betreiben.

Das geplante Wohngebäude wird über ein Unter- und vier Obergeschosse verfügen und eine Wohnfläche von 2.100 qm haben. Die zwischen 70 und über 90 Quadratmeter großen Wohnungen erhalten jeweils eine Loggia als sogenannte „Holzbox“. Der besondere Clou: Das Erdgeschoss wird angehoben, ist also die „Bell Etage“ des Komplexes.

Die Kosten für das gesamte Vorhaben bezifferte die UKBS mit rund sechs Millionen; Baubeginn soll im ersten Halbjahr 2018 sein.
- Egbert Teimann -


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