Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

In der Stiftskirche zu sehen - Die Bildhauer aus Zimbabwe

Während der Renovierungsarbeiten in Schloss Cappenberg zeigt der Kreis in der Stiftskirche nebenan Werke der Bildhauer aus Zimbabwe. Die Ausstellung wird am Sonntag, 23. Juli eröffnet und ist bis zum 17. Dezember zu sehen.

Der Kreis setzt damit die mit Puccinelli-Skulpturen begonnene „Kunst in der Kirche“ fort. Mehr noch: Die gezeigten Steinskulpturen aus der Kunsthalle Schnake sind eine Synthese aus Tradition und Moderne und gelten als ein Phänomen, das es in keinem anderen Land des Kontinents gegeben hat.

Kunst aus hartem Gestein
Das Material, mit dem die Bildhauer auch gegenwärtig noch arbeiten, sind Steine aus ihrer Umgebung, die unter Verzicht auf maschinelle Gerätschaften bearbeitet werden. Als bevorzugter Stein gilt der Serpentin, der zu den härtesten Gesteinsarten gehört.

Im Gegensatz zu den europäischen Künstlern besaßen die afrikanischen Kunstschaffenden keine Möglichkeit, die westliche Kunstwelt zu erkunden. Frei von akademischen Zwängen und nur einem ursprünglichen Bedürfnis nach künstlerischer Artikulation folgend, schufen die Bildhauer aus Zimbabwe dennoch in einer reduzierten und abstrakten Formensprache Werkstücke, die die wichtigsten Kulturäußerungen des 20. und 21. Jahrhunderts spiegeln.
-Sigrid Zielke-Hengstenberg, M. A.-

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