Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Vorsichtsmaßnahmen beachten - Einschleppungsgefahr verringern

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) hat sich im Osten Europas ausgebreitet. Die Tschechische Republik meldete Ende Juni erste Fälle bei Wildschweinen. Anlass für die Kreis-Veterinärbehörde und den Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband zu Beginn der Sommerferien auf die Einschleppungsgefahr der für Menschen ungefährlichen Tierkrankheit hinzuweisen.

So sollten Nahrungsmittel aus gefährdeten Regionen nicht mitgebracht werden. Auch dürften Speisereste auf keinen Fall in der Natur oder auch nur in offenen Mülleimern an Raststätten entsorgt werden.

„Wildschweine finden mit ihren guten Nasen diese Leckereien schnell, können sich anstecken und die Krankheit in Deutschland einschleppen“, so die beim Kreis zuständige Sachgebietsleiterin, Dr. Anja Dirksen.

Auch über Schuhe und Kleidung ist eine Infektion möglich. Nach dem Urlaub in entsprechenden Regionen und vor der Wanderung in heimischen Gefilden sollten diese Dinge gründlich gereinigt werden.

Die Infektion führt sowohl bei Haus- als auch bei Wildschweinen zu einer schweren Erkrankung und verläuft fast immer tödlich. „Eine Einschleppung nach Deutschland hätte schwere Folgen für die Gesundheit der Wild- und Hausschweinebestände“, unterstreicht Hans-Heinrich Wortmann, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes.

Allein in der in der Region Ruhr-Lippe (Kreis Unna sowie Bochum, Dortmund, Hamm und Herne) gibt es knapp 300 Schweinhalter, nennt Wortmann eine Zahl.
- wlv -

Was ist die Afrikanische Schweinepest?
Die Afrikanische Schweinepest wurde erstmals 1921 in Kenia beschrieben und ist in Afrika südlich der Sahara weit verbreitet. Sie ist eine fieberhafte, hoch ansteckende Allgemeinerkrankung der Haus- und Wildschweine mit seuchenhaftem Verlauf, hoher Krankheitshäufigkeit und hoher Sterblichkeit .Verursacht wird die Erkrankung durch ein Virus. Seit 2007 kommt es zur Ausbreitung der ASP im Osten Europas.

Neben Tschechien breitet sich die Afrikanische Schweinepest in den Wildschweinbeständen auch in Polen, dem Baltikum, Moldavien und der Ukraine immer weiter aus. Auch Hausschweinebestände stecken sich dort verstärkt an. In Europa kommt die Afrikanische Schweinpest auch auf der italienischen Insel Sardinien vor. Zahlreiche Nicht-EU-Länder sind ebenfalls betroffen, wie unter anderem Weißrussland, die Russische Föderation, die Ukraine, Georgien, Armenien, Aserbeidschan und verschiedene afrikanische Staaten.

Für den Menschen und andere Haustierarten ist die Klassische Schweinepest nicht gefährlich. Selbst der Verzehr infizierten Schweinefleisches birgt kein gesundheitliches Risiko.

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