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Eckdaten Haushalt 2018 - „Wir geben, was wir können“

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Wie schon 2015 schloss auch der Kreishaushalt 2016 mit einem Überschuss (rund 8,8 Millionen Euro) ab. Für das laufende Jahr rechnet Kreisdirektor und Kämmerer Dr. Thomas Wilk ebenfalls mit einem positiven Ergebnis (1,35 Millionen Euro). Entspannt zurücklehnen kann er sich aber nicht. Das machte Wilk bei der Vorstellung der Eckdaten für den Haushalt 2018 deutlich.

Gleichwohl bleibt der Kreisdirektor und Kämmerer weiter entschlossen, die Städte und Gemeinden größtmöglich zu entlasten. Sie finanzieren den Haushalt bekanntlich über die Allgemeine Kreisumlage zum großen Teil. „Wir geben, was wir können und wollen die finanzielle Belastung der Kommunen auf dem Vorjahresniveau halten“, betont Wilk.

Hebesatz der Allgemeinen Kreisumlage soll sinken
Der Kreisdirektor meint damit die sogenannte Zahllast. Sie sank 2017 gegenüber 2016 um fast 600.000 Euro auf rund 257 Millionen Euro und soll sich 2018 ebenfalls bei dieser Marke einpendeln. Damit würde der Hebesatz gleichzeitig gegenüber 2017 um gut drei Prozentpunkte auf 42,33 v.H. sinken.

Rücklage wird für Haushaltsausgleich eingesetzt
Um mit Blick auf das Ziel - „Maximale Rücksichtnahme gegenüber den kreisangehörigen Kommunen“ - weiter Kurs zu halten, plant Wilk nach 2016 und 2017 auch für das kommende Jahr einen fiktiven Haushaltsausgleich. Dafür soll ein Teil der Ausgleichsrücklage (rund 2,3 Millionen Euro, insgesamt 7,16 Millionen Euro) eingesetzt werden. Die in der Rücklage verbleibenden Mittel sollen 2019 und 2020 für einen fiktiven Haushaltsausgleich eingesetzt werden.

Deutlich mehr Schlüsselzuweisungen vom Land
Entspannung in das finanzielle Gesamtgefüge kommt zudem durch steigende Schlüsselzuweisungen des Landes an den Kreis. Es gibt rund sechs Millionen Euro mehr (+24,5 Prozent gegenüber 2017) und damit insgesamt 30,6 Millionen Euro.

Ebenfalls positiv zu Buche schlägt die wohl eher moderat ausfallende Erhöhung der an den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) zur Finanzierung der Eingliederungshilfe für Behinderte zu zahlenden Umlage.

Umlage für Landschaftsverband steigt moderat
Der LWL hat für 2018 eine Steigerung von „nur“ 0,54 Prozent angekündigt (plus 551.000 Euro). Dennoch: Der kalkulierte Ansatz von rund 103 Millionen Euro stellt nach 2017 zum zweiten Mal die größte Einzelposition im Haushalt dar. Bei einem Gesamtvolumen von gut 494 Millionen Euro, kalkulierten Sozialkosten von rund 184,4 Millionen Euro und den an den LWL zu zahlenden 103 Millionen Euro bleibt der Kreishaushalt damit auch 2018 ein Sozialhaushalt.
- Constanze Rauert / Max Rolke -

 

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