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Verkehrsschau in Fröndenberg - 106 Straßen unter der Lupe

Grafik: Matthias Horstmann - Kreis Unna

Die Zeichen der Zeit gehen auch an Verkehrsschildern nicht vorbei. Manche müssen ausgetauscht werden, weil sich nicht mehr lesbar sind. Andere können abgebaut werden, weil sie keinen Sinn mehr ergeben. Bei der turnusmäßigen Verkehrsschau waren die Schilder in Fröndenberg Thema.

„Verkehrsschauen sind ein wichtiges Element der Verkehrssicherheitsarbeit“, unterstreicht Michael Arnold von der Straßenverkehrsbehörde beim Kreis Unna. „Fest verankert in der Straßenverkehrsordnung, dienen sie der Überprüfung des Zustands und der Sichtbarkeit von Verkehrszeichen, Markierungen und Verkehrseinrichtungen.“

Ohne Schule keine Schilder

Arnold weiß: Häufig ändern sich Verkehrssituationen vor Ort, und damit kann beispielsweise der Grund für ein Zeichen entfallen. So etwa in der Schulstraße und dem Strickherdicker Weg in Dellwig. Da dort eine Schule geschlossen wurde, können auch die nicht mehr benötigten Verkehrsschilder entfernt werden. „Sogar eine Haltestelle können wir abbauen“, sagt Arnold. „Nachdem es die Schule nicht mehr gibt, hält dort auch kein Bus mehr.“

Mitarbeiter der Stadt Fröndenberg, der Kreispolizeibehörde Unna, der Bezirksregierung Arnsberg sowie der Straßenverkehrsbehörde des Kreises Unna nahmen insgesamt 106 Straßen unter die Lupe. Die Verkehrs-Experten waren in den Stadtteilen Frömern, Strickherdicke, Dellwig, Altendorf, Langschede und Ardey unterwegs.

178 Verkehrszeichen notiert

„Notiert haben wir hierbei 178 Verkehrszeichen und Verkehrseinrichtungen, die zu richten, zu entfernen oder auszutauschen sind“, berichtet Arnold. „Dass es so viele sind, ist wenig verwunderlich. In den westlichen Stadtteilen gibt es viele Straßen, die nicht Teil einer Tempo-30-Zone sind. Dort benötigen wir viele vorfahrtsregelnde Zeichen.“

Das erklärte Ziel, mit weniger Verkehrszeichen auszukommen, ist dabei nicht immer einfach umzusetzen. „Wenn weitere Straßen als Tempo-30-Zone ausgewiesen werden, könnten mehr Verkehrszeichen eingespart werden“, so Arnold. „Auf Hauptverkehrsstraßen, und davon gibt es in Fröndenberg viele, ist das aber oft nicht möglich.“
- Max Rolke -

 

 

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