Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

MRE-Netzwerk vergibt Siegel - Wenn Antibiotika nicht mehr helfen

Bakterien, die gegen die meisten Antibiotika resistent sind, stellen für Krankenhäuser eine besondere Herausforderung dar. Dieser stellt sich im Kreis Unna das MRE-Netzwerk. MRE steht für Multiresistente Erreger. Am 22. November hat das Netzwerk sechs Krankenhäuser mit einem Siegel ausgezeichnet.

„Wir zeichnen die Siegelträger damit unter anderem für ihre Diagnostik, Therapie- und Präventionsarbeit zur Bekämpfung Multiresistenter Erreger aus“, sagt Gesundheitsdezernent Dirk Wigant. „Zwei Jahre haben sich die Krankenhäuser darauf vorbereitet und mussten in jedem der Jahre zehn Qualitätsziele erfüllen.“

Sechs Krankenhäuser erhalten Siegel
Um das Siegel halten zu können, gibt es strenge Auflagen: Die Krankhäuser müssen darauf achten, die Aktivitäten lückenlos fortzusetzen. Nur so führen die Maßnahmen auch zum gewünschten Erfolg – die Wahrscheinlichkeit einer unerwarteten Übertragung auf Patienten mit Multiresistenten Erregern (MRE) deutlich zu verringern.

Das Siegel erhielten:

  • Evangelisches Krankenhaus Unna
  • Hellmig-Krankenhaus Kamen
  • Klinik am Park Lünen
  • St. Christophorus-Krankenhaus Werne
  • Marienkrankenhaus Schwerte, Standort Schützenstraße
  • Marienkrankenhaus Schwerte, Standort Goethestraße 


Hintergrund: MRE-Netzwerk
Multiresistente Erreger beschäftigen Krankenhäuser schon lange. Daher wurde auf Initiative des Evangelischen Krankenhauses Unna, des St. Marien-Hospitals in Lünen und des Kreis-Gesundheitsamts 2008 das MRSA-Netzwerk (seit 2013 heißt es MRE-Netzwerk) gegründet. Seitdem widmet es sich der Bekämpfung Multiresistenter Erreger.
- Max Rolke -

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