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Diebstähle auf Weihnachtsmarkt - Zwischen Punsch und Plätzchen

Während der eine nach Punsch und Plätzchen greift, greift der andere in die fremde Tasche zum Portemonnaie. Langfinger haben auf dem Weihnachtsmarkt alle Hände voll zu tun – schließlich gibt es genug Besucher, die unaufmerksam sind. Die Polizei mahnt daher zur Aufmerksamkeit und gibt Tipps.

In den engen Gassen zwischen den Weihnachtsmarktständen ist zum Beispiel der Drängel-Trick sehr beliebt: „Ein Dieb rückt unangenehm dicht an das Opfer heran, bis es sich abwendet und die umgehängte Tasche quasi „griffbereit“ anbietet“, so Gerhard Klotter, Vorsitzender der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes. „Innerhalb weniger Sekunden sind Brieftasche, Kreditkarte oder Handy verschwunden.“

Die Maschen der Diebe

Dabei laufen die Maschen der Diebe oft nach dem gleichen Schema ab: Einer lenkt das Opfer ab, der Zweite stiehlt die Beute und gibt sie an einen Dritten weiter, der dann verschwindet. Werden die Diebe nicht auf frischer Tat ertappt, sind sie meist nur schwer ausfindig zu machen – zumal die Opfer den Verlust meist erst spät bemerken und die Täter in vielen Fällen nicht beschreiben können.

Taschendiebe lassen sich manchmal schon am typisch suchenden Blick erkennen. Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute. Eine weitere erfolgreiche Masche der Diebe ist, die Kleidung des potenziellen Opfers angeblich versehentlich mit Ketchup, Senf oder einer Flüssigkeit zu beschmutzen. Beim anschließenden Reinigungsversuch lenken sie das Opfer wortreich vom zeitgleichen Diebstahl der Wertsachen ab. 

Die Tipps der Polizei:

  • nur so viel Bargeld mitnehmen, wie benötigt
  • Geld, EC-Karten und Papiere in verschiedenen Innentaschen nah am Körper halten
  • Hand- und Umhängetaschen mit der Verschlussseite zum Körper
  • im Gedränge verstärkt auf Wertsachen achten
  • PIN nicht im Portemonnaie aufbewahren (schon gar nicht auf der Karte)
  • Verschwundene EC-Karten sofort sperren, z.B. über den bundesweiten Sperr-Notruf 116 116.

Wie sich Besucher vor dem Griff in die Tasche schützen können, hat die Polizei im Faltblatt „Schlauer gegen Klauer!“ zusammengefasst. Sie ist bei jeder Polizeidienststelle und im Internet unter www.polizei-beratung.de erhältlich.
- Polizei-Beratung / Max Rolke -

 

 

Blick in die Presse