Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Sozialbetrügern auf der Spur - Jobcenter Kreis Unna startet Initiative

Wie kann Sozialbetrug verhindert werden? Mit dieser Frage beschäftigten sich Verantwortliche aus den regionalen Verwaltungen, Familienkasse, AOK, Hauptzollamt, Ausländerbehörde und Kreispolizei. Die starke Präsenz beim ersten regionalen Netzwerktreffen dieser Art zeigt die Aktualität des Themas.

Als besondere Herausforderung gilt der seit Jahren anhaltende Zuzug von EU-Bürgern aus Osteuropa. Christian Scholz, stellvertretender Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Unna, bringt es auf den Punkt: „In den letzten hat sich der Eindruck verfestigt, dass die Einreise durch kriminelle Drahtzieher im Hintergrund gesteuert wird.“

Jobcenter-Team hat Kampf aufgenommen

Das Jobcenter hat reagiert und ein zweiköpfiges Team gebildet. Es besteht aus Bereichsleiterin Anke Ulmer und ihrem Teamleiter-Kollegen Stefan Freudhofen. Die gemeinsame Aufgabe lautet: Vermeidung und Reduzierung von Sozialbetrug im Jobcenter Kreis Unna.

Das Vorgehen der Sozialbetrüger ähnelt sich: Menschen verlassen aus wirtschaftlicher Not ihre Heimat und kommen - oft unter Vortäuschung falscher Tatsachen - nach Deutschland, beantragen mit Hilfe von fadenscheinigen Unterstützern Sozialleistungen und werden im schlimmsten Fall als billige Arbeitskräfte ausgenutzt.

Vernetzen, austauschen, zusammenarbeiten

Das Jobcenter Kreis Unna und die anderen Akteure sind entschlossen, gegenzuhalten und den organisierten Banden das Handwerk zu legen. Da die Möglichkeiten recht unterschiedlich sind, wurde eine engere Vernetzung vereinbart.

So wird es künftig regelmäßige Treffen geben. Im Januar soll es schwerpunktmäßig um Fragen der datenschutzrechtlichen Möglichkeiten im Rahmen eines konformen Informationsaustauschs zwischen den Netzwerkpartnern gehen.
- Antonia Mega -

 


Blick in die Presse