Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Einfädeln und Beschleunigen

Wer kennt es nicht: Jemand fährt auf einer endenden Fahrspur bis zum Ende durch und fädelt sich dann schnell noch ein – ist das frech oder genau richtig? Unser Spezialist von der Straßenverkehrsbehörde klärt in Teil 7 unserer Serie „Verkehrsregeln aufgefrischt“ auf.

Heute: Einfädeln
Ein alltägliches Problem: Ein Fahrstreifen endet und der Verkehr wird von zwei Spuren auf eine gelenkt. Dabei fädeln sich manche so früh wie möglich ein, andere fahren bis zum Ende vor und versuchen dann eine Lücke zu finden. Nicht selten ärgert es die Fahrer, die den vermeintlichen Vordrängler dann einfädeln lassen müssen.

„Korrekt verhalten sich Fahrer, wenn sie die endende Spur bis zum Schluss benutzen und erst am Ende einfädeln möchten. Wenn möglichst lange zwei Spuren genutzt werden, ist das besser für den Verkehrsfluss.“

Michael Arnold von der Straßenverkehrsbehörde


Endet eine Spur, gilt also: Bis zum Ende durchfahren und dann einfädeln. Hier kommt idealerweise das berühmte Reißverschlussverfahren zum Einsatz. Das heißt, dass jeweils ein Auto Vorrang erhält – wie bei einem Reißverschluss.

Andere Regel beim Beschleunigen
Anders sieht es hingegen auf Beschleunigungsstreifen aus, erklärt Arnold: „Der Verkehr auf der durchgehenden Fahrbahn hat Vorfahrt.“ Fahrer sollten daher auch nicht am Ende des Streifens auf das Reißverschlussverfahren setzen – sie müssen nicht vorgelassen werden.

„Wie bei allen Verkehrssituationen gilt aber auch bei Beschleunigungsstreifen die Grundregel im Straßenverkehr, die jeder beachten sollte, um andere nicht zu gefährden: Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert ständige Vorsicht und gegenseitige Rücksicht“, sagt der Verkehrsexperte.
- Max Rolke -

Blick in die Presse