Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Arbeitsmarktbericht - Arbeitslosenquote steigt leicht auf 7,6 Prozent

Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis ist im Januar leicht gestiegen. Die Quote lag bei 7,6 Prozent und damit um 0,3 Prozent höher als im Dezember 2017. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies 809 mehr als arbeitslos gemeldete Menschen als im Vormonat (insgesamt 15.973 Personen).

„Erwartungsgemäß sank die Arbeitslosenzahl nicht weiter“, bilanziert Thomas Helm den abgelaufenen Monat auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna. Wichtiger als der monatliche Vergleich ist dem Chef der Arbeitsagentur aber der Blick zurück auf den Januar des Vorjahres: „Ein Anstieg an Arbeitslosen in den Wintermonaten ist absolut normal. Dass aktuell allerdings über 1.500 Menschen weniger ohne Arbeit sind als noch im Januar 2017, ist auf jeden Fall Grund zur Freude.“

Für Thomas Helm ein Beleg dafür, dass die regionale Wirtschaft nach wie vor floriert. Auch der hohe Stellenbestand und damit die Nachfrage nach Arbeitskräften unterstreiche die gute Grundverfassung.

Beschäftigungsentwicklung

Durch die Zu- und Abgänge in bzw. aus der Arbeitslosigkeit kommt es zu einer erheblichen Fluktuation. Besonders die Veränderungen, die mit dem ersten Arbeitsmarkt zusammenhängen, lassen Rückschlüsse auf betriebliche Veränderungen zu.

Im Berichtsmonat meldeten sich 1.497 Personen aus Erwerbstätigkeit neu oder erneut arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat waren das 559 Personen (+59,6 Prozent) mehr. Im Vergleich zu Januar 2017 waren es 196 Personen (-11,6 Prozent) weniger.

Gleichzeitig beendeten im Berichtsmonat 631 Personen ihre Arbeitslosigkeit zu Gunsten einer Erwerbstätigkeit und damit 191 weniger als im Vormonat (-23,2 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren es zwei Personen (+0,3 Prozent) mehr Menschen, die eine neue Beschäftigung aufnehmen konnten.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises

Die Arbeitslosigkeit wuchs in allen zehn Kommunen des Kreises Unna. Den prozentual stärksten Anstieg verzeichnete Fröndenberg (+10,3 Prozent bzw. 53 auf 570). Danach folgen Werne (+8,1 Prozent bzw. 71 auf 947), Kamen (+7,4 Prozent bzw. 130 auf 1.881), Bergkamen (+7,2 Prozent bzw. 167 auf 2.495), Selm (+6,7 Prozent bzw. 57 auf 914), Lünen (+4,5 Prozent bzw. 201 auf 4.696), Schwerte (+4,4 Prozent bzw. 58 auf 1.380), Unna (+2,9 Prozent bzw. 54 auf 1.936), Bönen (+2,2 Prozent bzw. 14 auf 664) und Holzwickede (+0,8 Prozent bzw. vier auf 490).
- Ulrich Brauer -

  • Arbeitsmarktbericht Kreis Unna | Tabelle (PDF)
  • Arbeitsmarktreport (PDF)

           

Blick in die Presse