Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Bedarfsplan für Radmobilität - Radwegenetz soll auf 1.900 Kilometer anwachsen

Der Regionalverband Ruhr (RVR) entwickelt zurzeit einen Fahrplan für den künftigen Radverkehr in der Metropole Ruhr und damit auch für den Kreis Unna. Ziel ist es, das bestehende Regionale Radwegenetz auf rund 1.900 Kilometer auszubauen und fit für die Mobilität im Alltag zu machen. Dabei werden auch die künftigen Freizeit- und radtouristischen Bedarfe berücksichtigt.

Dazu Martin Tönnes, Beigeordneter Planung beim RVR: „Durch attraktive städteübergreifende Radwege und deren intelligente Verknüpfung mit öffentlichen Verkehrsmitteln wollen wir zusätzliche und emissionsarme Mobilitätsangebote schaffen.“

Schnelle Wege auch durch den Kreis Unna

Das künftige Netz soll hierarchisch nach den drei Kategorien Radschnellverbindungen, Radhauptverbindungen und Radverbindungen aufgebaut werden. Die Wege unterscheiden sich hauptsächlich durch Breite und separaten Gehweg, der bei Radschnellwegen Grundvoraussetzung ist.

Das aus diesen Bausteinen entwickelte Regionale Radwegenetz hat eine Gesamtlänge von rund 1.900 Kilometern. Davon sind für Regionale Radschnellverbindungen eine Streckenlänge von rund 360 Kilometern, für Regionale Radhauptverbindungen von rund 760 Kilometern und für Regionale Radverbindungen von rund 840 Kilometern geplant. Auf einem Schaubild des RVR zeigt sich, dass auch der Kreis Unna mit seinen Verbindungen eine wichtige Rolle spielt – Radwege von großer Bedeutung sollen durch den Kreis führen.

Weiteres Verfahren und Beteiligte

Gemeinsam mit Kommunen und Kreisen im Verbandsgebiet soll das Konzept diskutiert werden. Der RVR stellt das Regionale Radwegnetz zudem in drei Teilraumkonferenzen vor. Nach Auswertung aller Hinweise und Anregungen aus den Kommunen und Kreisen wird die RVR-Verbandsversammlung voraussichtlich Ende 2018 endgültig über die Netzplanung entscheiden.
- RVR -

 

          

Blick in die Presse