Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Rekordjahr für WFG - Größter Flächenkauf der Geschichte

2017 war eines der erfolgreichsten Jahre seit der Gründung der Wirtschaftsförderung Kreis Unna (WFG) im Jahre 1961: Geschäftsführer Dr. Michael Dannebom und seinem Team ist es gelungen, ein ausgeglichenes Jahresergebnis einzufahren und das obwohl investiert wurde wie noch nie.

39 Millionen Euro wendete die WFG im vergangenen Jahr auf, um Flächen in einer Größenordnung von 3,2 Millionen Quadratmetern zu erwerben - der größte Flächenkauf in der Geschichte. Vor allem in Werne, Schwerte, Kamen und Unna kaufte die WFG Grundstücke. Diese sollen künftig entweder für die Ent-wicklung neuer Gewerbegebiete, für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen oder als Tauschflächen für Landwirte dienen.

Schlüsselgrundstück erworben

Auch was die Realisierung des interkommunalen Gewerbegebietes Unna/Kamen angeht, gibt es Positives zu berichten: Nach Jahren des Stillstandes soll das verkehrsgünstig gelegene Areal östlich der A1 in unmittelbarer Nähe zur Anschlusstelle Kamen-Zentrum noch in diesem Jahr entwickelt werden. Möglich wurde dies durch den Erwerb eines Schlüsselgrundstückes hinter dem Kamen-Karree, dem jahrelange Vorarbeit vorausgegangen war. So mussten in einem komplizierten und sehr zeitintensiven Prozess pas-sende Tauschflächen organisiert werden.

Das Jahr 2017 war zudem gekennzeichnet von einer sehr guten Vermarktungssituation sowohl von WFG-Flächen als auch von Treuhandflächen, die die WFG im Auftrag der kreisangehörigen Kommunen vermarktete. So wurden Grundstücke in einer Größenordnung von 100.000 Quadratmetern an ansied-lungswillige Betriebe oder an Bestandsunternehmen, die eine Erweiterung planen, verkauft.

Zukunftsaussichten

Da in Zukunft allerdings nur noch begrenzt Gewerbeflächen zur Verfügung stehen werden, wird die WFG ihr Augenmerk verstärkt auf die Neuentwicklung von bereits bestehenden aber nicht mehr genutzten Flächen legen. Dabei übernimmt die WFG zunehmend eine Multiplikatorenrolle, wie beispielsweise im vergangenen Jahr beim Verkauf des Areals der einstigen Mühle Bremme in Unna. Wie berichtet ist hier die Entstehung eines Einkaufszentrums geplant.

Auch bei Neuansiedlungen von Betrieben wird die WFG ihren Fokus aufgrund der drohenden Flächen-knappheit verschieben: Während es vor zehn Jahren noch darum ging, die Massenarbeitslosigkeit in den Griff zu bekommen, zielen die Aktivitäten nun darauf ab, Unternehmen für den Standort zu begeistern, die qualitativ hochwertige Arbeitsplätze zur Verfügung stellen.
- Ute Heinze / WFG Kreis Unna -

 

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