Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Suchtkranken noch besser helfen - Institutionen vernetzen sich weiter

Das Jobcenter und die Kreisverwaltung arbeiten künftig noch enger zusammen, um Menschen mit einer Sucht und bzw. oder einer psychosomatischen Störung zu helfen. Bei einem ersten Austausch wurden bereits regelmäßige Netzwerktreffen in den Städten und Gemeinden verabredet.

Martin Wiggermann, stellvertretender Landrat und Vorsitzender der Trägerversammlung des Jobcenters, kennt beide Behörden gut und weiß, wie wichtig es für die Beratung gesundheitlich eingeschränkter Menschen ist, dass alle Akteure gut vernetzt sind.

Der Anteil psychisch Kranker steigt

Zu Beginn des Treffens von rund 40 Fachleuten aus dem Jobcenter Kreis Unna, dem Sozialpsychiatrischen Dienst und der Suchtberatung beim Kreis machte Wiggermann deutlich: „Unter den Leistungsberechtigten im Jobcenter steigt der Anteil der psychisch erkrankten Menschen seit einiger Zeit an.“

Insbesondere Arbeitslosigkeit und Abhängigkeit von staatlichen Leistungen würden häufig als negativ empfunden – mit gesundheitlichen Folgen. „Deshalb ist es wichtig, dass dieser Personenkreis aufeinander abgestimmte Hilfen erhält und wieder ins Berufsleben eingegliedert werden kann.“

Fachlichen Input von externer Seite steuerten beim Auftakttreffen Nicole Adon (Leiterin der Landeskoordinierungsstelle berufliche und soziale Integration Suchtkranker NRW) und der als Datenschutzbeauftragter für Kreis und Jobcenter tätige Eric Janzen bei.
- Katja Mintel -

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