Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Weniger Wohnungseinbrüche - Kreispolizei legt Statistik für 2017 vor

Im Kreis leben heißt, sicher leben: Dieses Fazit lässt sich aus der Kriminalstatistik 2017 ziehen, die Behördenleiter Landrat Michael Makiolla mit Spitzen der Kreispolizeibehörde Unna vorstellte. So liegt das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, in unserer Region deutlich unter dem Landesdurchschnitt.

Mehr noch. Die Gesamtzahl der Straftaten ist auf dem niedrigsten Stand seit 2007. Allein im Vergleich 2016 zu 2017 sanken die Fallzahlen von 21.688 auf 19.507.

Fast jeder zweite Einbruch scheitert

Um 40 Prozent zurückgegangen sind auch die Wohnungseinbrüche. Erfasst wurden 617, das ist das Niveau der Jahre 2007 bis 2011. Nicht nur das: 48 Prozent, also fast jeder zweite Einbruch, scheitert. Gründe sind z. B. technische Sicherungen oder aufmerksame Nachbarn -und dies wiederum ist Ergebnis einer wirksamen Präventionsarbeit.

Die Kreispolizeibehörde kommt den Kriminellen aber auch auf die Spur. Fast jeder fünfte Wohnungseinbruch konnte 2017 aufgeklärt werden.

Bundesweit agierende Banden

Der Wohnungseinbruch ist in vielen Fällen eine Tat regional und auch bundesweit agierender Täter und Tätergruppen. Daher zahlte sich die landesweit einheitliche Bekämpfungsstrategie aus. Auch in diesem Jahr bleibt die Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen ein Schwerpunkt polizeilicher Arbeit im Kreis.
 
Auch der Taschendiebstahl ist auf dem niedrigsten Wert seit 2010 angekommen. Derzeit läuft nur noch einer von 1.000 Passanten Gefahr, auf der Straße oder in Geschäften bestohlen zu werden.

Betrug an Seniorinnen und Senioren

Nicht zufriedenstellend sind die Fallzahlen bei dem Betrügen vom Seniorinnen und Senioren. Hier haben sich die Zahlen von 2016 auf 2017 auf 320 Fälle verdoppelt. Die weit überwiegende Anzahl der Taten scheitert jedoch, da die potentiellen Opfer durch viele Präventionskampagnen der Polizei mittlerweile gut informiert und somit misstrauisch sind.
- KPB -

 



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