Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Ausbildungsmarktbilanz - Kreis Unna steuert auf einen Bewerbermarkt zu

Mehr Ausbildungsstellen als im Vorjahr und weniger Stellen unbesetzt – das steht in der Ausbildungsmarktbilanz der Agentur für Arbeit Hamm. Die Agentur hat Zahlen, Daten und Fakten am Donnerstag, 7. November gemeinsam mit vielen Partnern und Landrat Michael Makiolla in Bönen vorgestellt.

Insgesamt meldeten die Betriebe und Ausbildungsträger im Kreis zwischen Oktober 2018 und September 2019 der Agentur für Arbeit Hamm 2.341 Berufsausbildungsstellen. Das sind 43 Ausbildungsstellen (+1,9 Prozent) mehr als vor einem Jahr.

160 Stellen unbesetzt
Zum Ende des Berichtsjahres am 30. September waren 160 Ausbildungsstellen unbesetzt, 14 weniger als im Vorjahresvergleich. Dagegen waren 92 Jugendliche Ende September noch unversorgt und damit 19 weniger als vor einem Jahr (-17,1 Prozent).

Von den 2.862 Bewerbern sind

  • 1.374 in Berufsausbildung eingemündet,
  • 254 haben Arbeit aufgenommen,
  • 476 gehen weiter zur Schule,
  • 60 haben ein Studium aufgenommen,
  • zehn ein Praktikum,
  • 56 haben Wehr-, Zivil- oder Freiwilligendienste angetreten und
  • 70 sind in Bildungsmaßnahmen gegangen.
  • Weitere 470 haben keinen Verbleib mitgeteilt, aber auch keine aktive Hilfe bei der Ausbildungssuche mehr nachgefragt.

Im Laufe des Ausbildungsjahres standen im Kreis Unna für jeden Bewerber statistisch 0,82 Stellen zur Verfügung. Dies ist ein deutliches Plus gegenüber der Relation von 0,78 aus dem letzten und 0,64 aus dem vorletzten Jahr. Im Landesvergleich rangiert die aktuelle Relation im Kreis allerdings weiterhin auf den unteren Plätzen.

Bessere Chancen; Chancen auch nutzen
„Insbesondere für junge Menschen auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz haben Demografie und gestiegenes Engagement der Unternehmen zu einer Verbesserung der eigenen Chancen geführt“, so Agenturchef Thomas Helm. „Der Kreis Unna steuert immer mehr auf einen Bewerbermarkt zu – das ist für Jugendliche erfreulich.“

Auch Landrat Michael Makiolla deutet die Zahlen durchaus positiv:  „Die Entwicklung geht definitiv in die richtige Richtung, die Lage auf dem Ausbildungsmarkt hat sich verbessert. Allerdings ist das Ziel, ein Gleichgewicht aus offenen Ausbildungsstellen und daran interessierten Bewerbern zu schaffen, trotz aller Bemühungen noch nicht erreicht. Vor allem im Handwerk zeichnet sich ein Versorgungsproblem immer mehr ab, dabei sind Lehrstellen in dieser Branche viel attraktiver als viele meinen. Das gilt es den jungen Leuten aufzuzeigen.“

- Ulrich Brauer -

Blick in die Presse