Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Ein Kopf und ein Kaiser – Historiker beleuchten Gründung von Kloster Cappenberg

Seit mehr als 100 Jahren gilt der sogenannte Cappenberger Barbarossakopf als ein Bildnis des Stauferkaisers Friedrich I. Barbarossa (1122–1190). Am 27. und 28. September werfen Historiker und Kunsthistoriker in einer öffentlichen, wissenschaftlichen Tagung auf Schloss Cappenberg ein neues Licht auf die Gründung Cappenbergs und seine Bedeutung für die Ausbreitung des Prämonstratenser-Ordens

Es geht sogar um mehr: Welche Repräsentationsbedürfnisse hatten die gräflichen Stifter, wie entstand der Cappenberger Kopf und welche Funktion hatte er im Gefüge der Mächtigen?

Objekt und Gründung des Prämonstratenser-Stiftes Cappenberg stehen im Zentrum der Tagung: Sie sind Zeichen eines gesellschaftlichen Wandels, der um das Jahr 1100 zur Entstehung neuer Formen des geistlichen und religiösen Lebens führte.

Welchen Einfluss hat eine Taufpatenschaft?
Welche Konsequenzen ergeben sich für das Verständnis des Kopfes und seiner liturgischen Funktion aus den Ergebnissen einer bisher unveröffentlichten Materialuntersuchung von 1977/78? Welche Bedeutung hatte die Verbindung Gottfrieds von Cappenberg mit dem charismatischen Gründer des Prämonstratenser-Ordens, Norbert von Xanten? Welchen Einfluss hatte die von Otto von Cappenberg übernommene Taufpatenschaft für Friedrich Barbarossa auf die Ausstattung des Stifts?

Nun doch neugierig geworben? Dann herzlich willkommen am 27. und 28. September auf Schloss Cappenberg. Die wissenschaftliche Leitung der Tagung haben Dr. Knut Görich (Historisches Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität München) und Jun.-Prof. Dr. Henrike Haug (TU Dortmund, Institut für Kunst und materielle Kultur), die Organisation liegt in den Händen des Rotary Club Selm – Kaiser Barbarossa.

Anmeldungen sind bis zum 18. September möglich per Mail an tagung@stadtselm.de oder Tel. 0 25 92 / 69 322. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Spende zugunsten eines sozialen Projektes wird erbeten.

- Hanneliese Palm -

Blick in die Presse