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Emscher-Schmutz überlebt - Neunstachlige Stichling vorgestellt

Die Emscher hat ein schmutziges Kapitel: Sie wurde in der Zeit der Industriealisierung als Schmutzwasserableiter genutzt. Umso erstaunlicher, dass manche Fischarten in dem verunreinigten Gewässer überleben konnten. Der Neunstachlige Stichling zum Beispiel, den jetzt die Emschergenossenschaft vorgestellt hat.

Der Neunstachlige Stichling gilt aufgrund seiner Anpassungsfähigkeit als wahrer Überlebenskünstler – denn er kommt in Gewässerabschnitten vor, wo vielen Fischarten ein Überleben kaum mehr möglich ist. Zum Beispiel sumpfige Quell- bzw. Auenbereiche und kleine krautreiche Gräben. Hier überdauerte der Neunstachlige Stichling auch das schmutzige Kapitel im Emscher-Gebiet.

Lebensraum bedroht
Der Fisch lebt bevorzugt in an Wasserpflanzen reichen Flüssen und Bächen mit niedrigem Wasserstand und langsamer Fließgeschwindigkeit. Dieser Umstand rettet ihn gerade in heißen Trockenperioden, in denen neuerdings immer mehr Gewässer eine geringe Wasserführung aufweisen oder sogar trockenfallen. Diese Entwicklung beobachtet die Emschergenossenschaft vor dem Hintergrund des bereits eintretenden Klimawandels mit Sorge.

Vor dem Hintergrund des Generationenprojekts Emscher-Umbau dürften nun aber auch für den Neunstachligen Stichling bessere Zeiten anbrechen. Seit 1992 arbeitet die Emschergenossenschaft an der Revitalisierung der Emscher-Gewässer. Mehr als fünf Milliarden Euro werden in die Aufwertung der einst geschundenen Flusslandschaft investiert.

Gefahr für die Emscher
Die ökologischen Erfolge des Emscher-Umbaus können jedoch auch schnell wieder in Gefahr geraten. Seit 2018 beobachtet die Emschergenossenschaft intensive Trockenperioden und Heißzeiten, die den Gewässern zu schaffen machen. Bachläufe drohen trockenzufallen, für die gerade erst zurückgekehrte Fluss-Fauna ist dies lebensbedrohlich.

Erschwerend hinzu kommt, dass sich die Grundwasserstände noch nicht von dem vorherigen Jahrhundert-Sommer 2018 erholt haben. Inzwischen wird deutlich, dass bereits weitaus kürzere Trockenperioden ausreichen, um bedrohliche Wasserstandsabsenkungen in den Gewässern zu verursachen. 

- Emschergenossenschaft -

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