Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Frühjahresbelebung dominiert weiter - Osterferien ohne große Auswirkungen

Im Kreis Unna reduzierte sich der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 207 auf 16.640. Im Vergleich zu April 2020 stieg die Arbeitslosigkeit um 709 (+4,5 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank erneut um 0,1 Punkte auf 7,8 Prozent. Vor einem Jahr betrug sie 7,5 Prozent.

„Im April ziehen wir zum ersten Mal den Vergleich zu einem Vorjahresmonat, der auch schon ganz im Zeichen der Pandemie stand. Und wenngleich es im April letzten Jahres weniger Arbeitslose gab als heute, so sind die Tendenzen seit gut zwei Monaten schon wieder vielversprechend“, bewertet Agenturchef Thomas Helm die momentane Lage auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna.

So gäbe es laut Helm zwar noch einige Bereiche und Personengruppen, die bislang nicht von der Entwicklung profitierten, aber: „Es sind kleine, aber wichtige Schritte in die richtige Richtung, die wir in diesem Monat feststellen. So konnte die Arbeitslosigkeit gerade bei jungen Menschen abgebaut werden, was ein deutliches Zeichen dafür ist, dass junge, ausgebildete Kräfte am Markt begehrt sind und gebraucht werden.“

Ebenfalls positiv bewertet der Agenturleiter die wachsende Dynamik: „Derzeit steigt die Arbeitslosigkeit im Bereich des SGB II zwar noch an, aber ebenso verzeichnen wir steigende Arbeitsaufnahmen. Das zeigt, dass trotz höherer Arbeitslosigkeit als vor Jahresfrist nach wie vor Chancen bestehen, die genutzt werden sollten.“

Kurzarbeit

Bislang sind seit Beginn der Pandemie knapp 4.900 Anzeigen auf Kurzarbeit für rund 109.400 Beschäftigte eingegangen. Mittlerweile liegen außerdem die finalen Zahlen zur tatsächlich in Anspruch genommenen Kurzarbeit bis einschließlich Oktober vor. Danach wurde Kurzarbeitergeld im Kreis Unna im April an 2.324 Betriebe für 37.675 Beschäftigte und im Mai an 1.943 Betriebe für 23.573 Beschäftigte ausgezahlt, bevor sich die Anzahl an betroffenen Betrieben ab Juni abschwächte. Den vorläufig niedrigsten Wert erzielte die Kurzarbeit im Oktober. Damals wurde in 859 Betrieben von 7.231 Beschäftigten im Kreis Unna kurzgearbeitet.

Zu- und Abgänge auf dem ersten Arbeitsmarkt

Im Berichtsmonat meldeten sich 912 Personen aus Erwerbstätigkeit neu oder erneut arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat waren das 76 Personen (+9,1 Prozent) mehr. Im Vergleich zu April 2020 waren es 461 Personen (-33,6 Prozent) weniger. Gleichzeitig beendeten im Berichtsmonat 957 Personen ihre Arbeitslosigkeit zu Gunsten einer Erwerbstätigkeit und damit 96 mehr als im Vormonat (+11,1 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren es 405 Personen (+73,4 Prozent) mehr, die eine neue Beschäftigung aufnehmen konnten.

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises

In acht von zehn Kommunen des Kreises Unna entwickelte sich die Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat rückläufig. Den größten Abbau verzeichnete Fröndenberg (-4,1 Prozent bzw. 26 auf 611). Danach folgen Selm (-3,5 Prozent bzw. 33 auf 904), Holzwickede (-3,1 Prozent bzw. 17 auf 525), Bergkamen (-2,0 Prozent bzw. 50 auf 2.463), Schwerte (-1,7 Prozent bzw. 29 auf 1.665), Bönen (-1,3 Prozent bzw. 10 auf 761), Lünen (-1,1 Prozent bzw. 53 auf 4.708) und Unna (-0,1 Prozent bzw. drei auf 2.156). In Kamen stieg die Arbeitslosigkeit an (+0,3 Prozent bzw. sechs auf 1.897), ebenso in Werne (+0,8 Prozent bzw. acht auf 950).

- Ulrich Brauer -

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