Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Gutes Wohnen für Familien - Preisträger ausgezeichnet

Was macht gutes Wohnen für Familien im Kreis Unna eigentlich aus? Das wollte das Handlungsfeld Wohnen und Leben im Bündnis für Familie Kreis Unna schon im vergangenen Jahr wissen. Nun wurden Best-Practice-Beispiele aus Schwerte und Selm endlich auch ausgezeichnet. Eine weitere Auszeichnung steht noch an.

Wie so vieles hatte die Corona-Pandemie auch den Wettstreit um die begehrte Plakette für nachahmenswerte Familienwohnprojekte in zeitlichen Verzug gesetzt. Doch nun konnte Landrat Mario Löhr gemeinsam mit UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer und Katja Sträde, der Geschäftsführerin des Bündnisses für Familie, die Auszeichnung vornehmen.

„Campus Selm – Wohnen in den Campushöfen“
Mit der Plakette „Gutes Wohnen für Familien“ ausgezeichnet wurde der „Campus Selm – Wohnen in den Campushöfen“. Die fünf Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 57 Wohneinheiten der Wohnungsbaugenossenschaft Lünen eG (WBG) überzeugten die Jury unter anderem durch die offene Bauweise mit Begegnungsräumen, einem einsehbaren Spielplatz und einem Gästeappartement für Besucher.

Klimaschutzsiedlung Lohbachstraße
Ebenfalls eine Plakette „Gutes Wohnen für Familien“ erhielt die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Schwerte (GWG) für die Klimaschutzsiedlung Lohbachstraße in Schwerte. Die 52 Wohnungen punkteten unter anderem mit flexiblen Grundrissen für Familien, geringen Betriebs-und Nebenkosten (z.B. durch die Nutzung einer Regenwassernutzungsanlage) und durch Außenflächen zum gemeinsamen Austausch.

Im Bohlgarten – Mehrgenerationenwohnen  
Ebenfalls eine Plakette „Gutes Wohnen für Familien“ erhielt die Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Schwerte (GWG) für das Mehrgenerationenwohnen Im Bohlgarten. Die 32 Wohnungen wurden unter Mieterbeteiligung realisiert und berücksichtigen auch die Bedürfnisse von Alleinerziehenden.

Parkquartier Königsborn
Zu einem späteren Zeitpunkt ausgezeichnet wird das Parkquartier Königsborn in Unna, das ebenfalls zu den Gewinnern gehört. Hier lobte die Jury unter anderem den Austausch der Generationen durch flexible Grundrisse der Wohnungen, die sich den Lebensphasen entsprechend anpassen, und die Stärkung des Miteinanders, z.B. mit einem Senioren-Kinder-Treff.

Ein Fachbeirat legte die Kriterien fest und wählte die Best-Practice-Beispiele aus. Ihm gehörten Vertreter der Ruhr-Universität Bochum (ZEFIR), der NRW.BANK, des Evangelischen Kirchenkreises Unna, der Kreisverwaltung Unna, der Architektur und der Wohnungswirtschaft an. Inhaltlich und organisatorisch wird das Projekt durch die InWIS Forschung & Beratung GmbH unterstützt.

Familienfreundlichkeit im Blick
In den Blick genommen wurden unterschiedliche Wohn- und Wohnungsformen und familienfreundliche Ansätze wie etwa familienorientierte Maßnahmen im Wohnquartier oder haushaltsnahe Dienstleistungsangebote.
- Birgit Kalle -

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