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Kinderschutz - Jugendämter greifen öfter ein

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Im Jahr 2018 haben die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen im Rahmen ihres Schutzauftrags in 43.375 Fällen eine Einschätzung bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung vorgenommen. Das waren 9,9 Prozent mehr als im Jahr 2017 (39.478). Für den Kreis Unna ermittelt IT.NRW insgesamt 870 Fälle und damit 148 mehr als noch vor fünf Jahren.

Im Kreis Unna stellten die Jugendämter in 130 Fällen eine akute Gefährdung fest, in 114 Fällen eine latente Gefährdung, d. h. die Frage, ob gegenwärtig eine Gefahr besteht, konnte nicht eindeutig beantwortet, eine Kindeswohlgefährdung jedoch nicht ausgeschlossen werden. In 296 Fällen wurde ein Hilfebedarf festgestellt und 330 Mal rückten die Jugendamtsmitarbeiter aus, stellten aber weder eine Gefährdung noch Hilfebedarf fest.

Blick auf NRW

NRW-weit wurde in 12,9 Prozent der Fälle (5.607) eine akute Gefährdung des Kindeswohls festgestellt. In 6.009 Fällen bestand eine latente Gefährdung. In 14.081 Fällen wurde ein Hilfebedarf festgestellt; in 17.678 Verdachtsfällen ergab sich, dass weder eine Kindeswohlgefährdung noch ein Hilfebedarf bestand.

37,8 Prozent der Kinder, bei denen eine akute Kindeswohlgefährdung festgestellt wurde, waren zwischen zehn und 17 Jahren alt. Fast jedes vierte Kind (24,6 Prozent) war jünger als drei Jahre.

Die Jugendämter in NRW wurden in etwa jedem vierten Fall (11.290) durch Polizei, Gerichte oder Staatsanwaltschaften auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung hingewiesen. In 17,7 Prozent (7.667) der Fälle machten Verwandte, Bekannte oder Nachbarn des Kindes auf die Gefährdung aufmerksam. Das Personal von Schulen, Kindertageseinrichtungen und Tagespflegepersonen war in 13,2 Prozent (5.746) der Fälle Initiator für eine Gefährdungseinschätzung.

- IT.NRW -

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