Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Leinenpflicht - Kreis appelliert an Hundehalter

Mehr Schutz für brütende Vögel – das will das Landesnaturschutzgesetz. Und das bedeutet für Hundehalter: Leinenpflicht in allen Vogelschutzgebieten während der Brutzeit. Im Kreis Unna gilt das für das Vogelschutzgebiet „Hellwegbörde“, das in Teilen auch Flächen in Unna und Fröndenberg umfasst.

Die Brutzeit der Vögel dauert vom 1. März bis 31. Juli – dann gilt die Leinenpflicht. Frei laufende Hunde können viele Tiere gefährden und erschrecken. „Und zwar auch dann, wenn sie nicht unmittelbar hinter vermeintlicher Beute herhetzen“, macht Irina Tien, Leiterin der unteren Naturschutzbehörde beim Kreis Unna, deutlich. 

Nachwuchs schutzlos
Denn wenn wenn Elterntiere beispielsweise durch frei laufende Hunde aufgescheucht werden, verlassen sie vorübergehend ihren Nachwuchs, der dann von Beutegreifern geholt werden kann. Bei nasskalter Witterung können wärmebedürftige Jungtiere an Unterkühlung sterben, auch wenn sie von den Eltern nur kurzzeitig verlassen werden.

Ruhezonen gesucht
All diese Arten benötigen Ruhezonen für die Nahrungssuche, auch und gerade während der Zeit der Jungenaufzucht. Das gilt in gleicher Weise für das Niederwild wie Feldhasen, Kaninchen oder Fasanen. „Natürlich können Hunde weiterhin im Vogelschutzgebiet ausgeführt werden“, unterstreicht Tien. „Nur während der Brutzeit eben an der Leine. Langlaufleinen tragen dem Laufbedürfnis der Hunde im gewissen Rahmen Rechnung“, schlägt Irina Tien vor.

- PK -

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