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Sorgerecht-Statistik – Wenn der Richter entscheidet

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Im Jahr 2018 wurden NRW-weit 4.572 gerichtliche Maßnahmen zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge durchgeführt. Wie IT.NRW mitteilt, waren das 5,6 Prozent mehr Maßnahmen als ein Jahr zuvor (2017: 4.328). Im Kreis Unna gab es 155 gerichtliche Maßnahmen.

In 59 Fällen entschieden 2018 die Richter im Kreisgebiet, das Sorgerecht vollständig auf das Jugendamt oder einen Dritten als Vormund oder Pfleger zu übertragen. In 96 Fällen teilweise. Insgesamt sind es zehn Fälle weniger als im Jahr 2017.

Blick auf NRW
Die Gerichte ordneten ganz NRW in 2.026 Fällen den vollständigen und in 2.546 Fällen den teilweisen Entzug der elterlichen Sorge an. Bei einem teilweisen Entzug wird zum Beispiel das Aufenthaltsbestimmungsrecht oder die Vermögenssorge entzogen.

Unter den 2546 Fällen des teilweisen Entzugs der elterlichen Sorge wurde in 1.944 Fällen das Personensorgerecht ganz oder teilweise auf das Jugendamt übertragen. Die Einschränkung oder der Entzug des elterlichen Sorgerechts erfolgt, wenn eine Gefahr für das körperliche, geistige oder seelische Wohl des Kindes oder sein Vermögen besteht.

Sorgeerklärung
Im Jahr 2018 bearbeiteten die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen außerdem 34.818 Sorgeerklärungen; das waren 3,9 Prozent mehr als 2017 (damals: 33.506). Die Sorgeerklärung (häufiger auch als Sorgerechtserklärung bezeichnet) ist eine spezielle Willenserklärung nicht miteinander verheirateter Eltern, die elterliche Sorge für ein Kind gemeinsam ausüben zu wollen. Im Kreis Unna gab es 514 solcher Sorgeerklärungen.

- IT.NRW -

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