Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

StattParkKultur in Unna - Künstler „besetzt“ Parkplätze

Über 3.000 Porsche-Modellautos besetzen am Dienstag, 17. September von 8 bis 16.30 Uhr vier Parkplätze vor dem Kreishaus. Die Kunst-Aktion soll zu einer lebenswerten und nachhaltigen Stadt beitragen und Menschen für ein „Andersdenken“ gegenüber Park- und Stadtraum sensibilisieren.

Denn: Fast die Hälfte der zurückgelegten Wege in Städten ist heute kürzer als drei Kilometer. 40 Prozent dieser Strecken werden mit dem Pkw zurückgelegt. Im Durchschnitt stehen diese Autos jedoch an 23 Stunden pro Tag still. Sie besetzen damit wertvolle öffentliche Räume oder ökologisch wertvolle Grünflächen.

PARK(ing) Day - Der große Rahmen

Seit 2005 werden jedes Jahr am dritten Freitag im September Parkräume in kleine Parks verwandelt und für andere Zwecke genutzt als an den restlichen 364 Tagen im Jahr und lädt ein zu zeigen, wie Stadtraum nachhaltiger genutzt werden kann, als Autos darauf abzustellen.

Im Projekt StattParkKultur werden die Parkplätze in Unna für einen Tag zu Begegnungsund Visionsräumen. Passanten und Kunstschaffende reflektieren hier die Rolle von Parkraum und dessen Umwandlung für eine nachhaltigere Mobilitätskultur.

Aktion vor dem Kreishaus

Am Mittwoch, 17. September wird der Künstler Ruppe Koselleck mit mindestens 3.287 Porsche-Modellautos für 24 Stunden in Unna vor dem Kreishaus vier Parkplätze zuparken. Außerdem werden die Besucherinnen und Besucher eingeladen, sich an der Dialogstation zum Thema Parkraumumwandlung und nachhaltige Mobilität auszutauschen.

Der Kreis Unna begrüßt die Aktion, engagiert sich schließlich seit Jahren in Sachen Klimaschutz. Er hat Konferenzen dazu abgehalten, ein Klimaschutzkonzept entwickelt, Netzwerkarbeit geleistet, verleiht regelmäßig mit der LAG 21 NRW die Klimaschutzflagge und hat sogar im Juli den Klimanotstand ausgerufen, um CO2-Emissionen weiter zu reduzieren.

„Wir haben auch unseren Fuhrpark auf umweltfreundliche E-Fahrzeuge umgestellt, mit denen unsere Mitarbeiter emissionsfrei kurze und mittlere Strecken zurücklegen können“, so Ludwig Holzbeck, Kreisumweltdezernent. „Wir begrüßen deshalb das Projekt ‚StattParkKultur‘ vor der eigenen Haustür besonders – auch um die Besucher im Kreishaus dazu aufzufordern, selbst einmal über das Thema Parkraum, Kurzstrecken und Umweltverträglichkeit nachzudenken.“

 

- Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V. -

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