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Umweltschutztechnik - Weiterqualifikation für Zukunftsbranche

Foto: Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg

Von der Öko- und Müslibewegung zum Wirtschaftsfaktor: Inzwischen ist der Umweltschutz eine Zukunfts-Branche. Und die Fachleute werden hier im Kreis Unna ausgebildet – im Bereich Umweltschutztechnik am Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg in Werne.

Erneuerbare Energien, Recycling, Wasserversorgungstechnik und Umweltrecht sind unter anderem Schwerpunkte der beruflichen Weiterbildung. Wer diese in zwei Jahren (Vollzeit) bzw. 3,5 Jahren (Teilzeit) erfolgreich absolviert hat, darf sich „Staatlich geprüfte/r Techniker/in Fachrichtung Umweltschutztechnik“ nennen. Und hat damit gute Karrierechancen.

„Die Umweltschutztechnik ist nicht nur aus ökologischer Sicht, sondern auch aus ökonomischer Sicht ein Zukunftsbereich“, unterstreicht Helmut Gravert, Schulleiter am Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg. „Unsere Absolventinnen und Absolventen sind gefragt, suchen doch zahlreiche Unternehmen unter anderem in der Siedlungswasserwirtschaft seit Jahren händeringend nach Fachkräften.“

Seit über 20 Jahren
Dem Umweltschutz hat sich das kreiseigene Berufskolleg übrigens schon lange verschrieben: Seit 1998 gibt es Weiterbildungen in den Bereichen Abfall- und Abwasserwirtschaft. Seit 2005 werden die Umweltschutztechnikerinnen und -techniker  zusätzlich im Bereich der erneuerbaren Energien qualifiziert.

An der Qualifikation teilnehmen können alle, die bereits einen einschlägigen Ausbildungsberuf erlernt und diesen mindestens ein Jahr lang ausgeübt haben oder aber nicht weniger als fünf Jahre lang einer Beschäftigung in einem relevanten Bereich nachgegangen sind. „Auch wer sich beispielsweise durch Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit oder im Anschluss an Kindererziehungszeiten wieder neue Chancen eröffnen will, ist an unserer Fachschule für Technik an der richtigen Adresse“, sagt Thomas Stappert, Bildungsgangbeauftragter Fachschule für Umweltschutztechnik.

Frauenanteil steigt
Die stetigen Bemühungen am Freiherr-vom-Stein-Berufskolleg, Frauen für die Weiterbildung zu gewinnen, zeigen Erfolge. „Im Vergleich zu anderen technischen Fachrichtungen stehen wir mit einem Frauenanteil von 20 Prozent schon ganz gut da“, berichtet Thomas Stappert. Am Ziel sei man damit aber noch lange nicht: „Leider sind technische Berufe bei Mädchen und Frauen nach wie vor häufig nicht so populär. Wir arbeiten daran, dass sich das ändert.“

Vielseitige Arbeitsbereiche 
Die späteren Tätigkeitsbereiche sind – für Frauen wie Männer – äußerst vielfältig: Von Entsorgungsunternehmen der Abfall- und Abwasserwirtschaft über Planungs- und Beratungsbüros sowie Behörden, bis hin zu Entsorgungslogistik oder Technologien zur Gewinnung von regenerativen Energien.

Der nächste Jahrgang startet am 18. August 2021.

- PK -

 

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