Soziales:

Besondere Lebensumstände erfordern besondere Maßnahmen. So gibt es zum Beispiel Frauen, die ihre Schwangerschaft lieber geheim halten möchten – bis zur „vertraulichen Geburt“.

Bild vergrößern: Symbolbild Information Kreis Unna
© © Copyright
Horstmann/Rolke Kreis Unna

Damit das dann reibungslos klappt, hat die Schwangerschaftskonfliktberatungsstelle alle an der vertraulichen Geburt Beteiligten an einen Tisch geholt.

„Mit dabei waren Ärzte, Hebammen, die Adoptionsvermittlungsstelle, das Jugendamt, Beratungsstellen und viele weitere“, so Simone Saarbeck von der Schwangerschaftskonfliktberatung. „Es ist wichtig, dass jeder weiß, was zu tun ist, was eine vertrauliche Geburt ist und wer die Verantwortlichen sind. Nur so kann den Schwangeren dann auch die entsprechende Sicherheit gegeben werden.“

Im Ernstfall anonym

Jeder vertraulichen Geburt ist grundsätzlich eine Beratung durch eine Schwangerschaftsberatungsstelle vorangestellt. Deshalb hat die Stelle, die beim Kreis Unna angesiedelt ist, diese Informationsveranstaltung organisiert und will auch weiterhin daran arbeiten, dass sich alle Verantwortlichen regelmäßig austauschen – ein Qualitätszirkel soll entstehen.

„Bei einer vertraulichen Geburt werden die persönlichen Daten der Frau nach einem gesetzlich geregelten Verfahren zuverlässig geschützt“, erklärt Saarbeck. „Durch die gesetzliche Regelung wird sichergestellt, dass sich Schwangere in Notsituationen jemandem anvertrauen können und das Kind medizinisch betreut und dennoch anonym zur Welt gebracht werden kann. Ihre Identität muss eine Frau nur einmal bei uns in der Erstberatung offenbaren. Alles Weitere klären wir im Gespräch und Frauen können sich darauf verlassen, dass alles vertraulich abläuft.“

Damit das auch gelingt und jeder weiß, was das bedeutet, hat die Beratungsstelle im Januar die Fortbildung organisiert. Sandra Frühauf, Referentin der Diakonie aus Bielefeld und Schwangerenberaterin führte durch die Veranstaltung. Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen Bereichen waren dabei und bilanzierten: Das lohnt sich – gemeinsam soll ein Netzwerk entstehen, um einen reibungslosen Ablauf einer vertraulichen Geburt jetzt und in Zukunft sicherzustellen.

Weitere Informationen

Schwangerenberatung 

Seite teilen

Autor

Max Rolke - Kreis Unna

Das könnte Sie auch interessieren