Kreishaus Unna | Foto: nowofoto

Kein Abschluss ohne Anschluss

Kein Abschluss ohne Anschluss - Übergang Schule-Beruf

Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ - Damit allen Jugendlichen der Übergang Schule-Beruf gelingt

„Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) unterstützt als landesweit geltendes Übergangssystem den erfolgreichen Übergang von der Schule in Ausbildung, Studium und Beruf. Im Kreis Unna nehmen alle rund 4.000 Schülerinnen und Schülern der Schulen in öffentlicher Trägerschaft ab der 8. Klasse an den Angeboten von KAoA teil. Sie bekommen dabei z.B. während einer Potenzialanalyse eine Rückmeldung zu ihren persönlichen Stärken oder können an einzelnen Tagen unterschiedliche Berufsfelder kennenlernen.

Die Kommunalen Koordinierungsstellen begleiten die Umsetzung vor Ort in den Kreisen und kreisfreien Städten in NRW.

Andrea Kunzner (Benachteiligtenförderung, Potenzialanalyse)
Fon 0 23 03 / 27-43 40
andrea.kunzner@kreis-unna.de

Silke Nagel (Organisation und Verwaltung, Schüler Online)
Fon 0 23 03 / 27-36 40
silke.nagel@kreis-unna.de

Monika Lewek-Althoff (Berufsfelderkundung, Komm auf Tour)
Fon 0 23 03 / 27-41 40
monika.lewek-althoff@kreis-unna.de

Kirsten Geisler
Fon 0 23 03 / 27-50 40
kirsten.geisler@kreis-unna.de

Regionaler Koordinator
Christian Fuchs
Fon 0 23 03 / 27-49 40
christian.fuchs@kreis-unna.de

Ziel der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) ist es, allen jungen Menschen nach der Schule eine Anschlussperspektive für Berufsausbildung oder Studium zu eröffnen und durch effektive Koordinierung unnötige Warteschleifen zu vermeiden. Vor Ort sind alle wichtigen Akteure und Partner beteiligt.

KAoA konzentriert sich auf vier Handlungsfelder:

  • Handlungsfeld 1: Studien- und Berufsorientierung stärken
  • Handlungsfeld 2: Angebote im Übergang Schule-Beruf
  • Handlungsfeld 3: Attraktivität der dualen Ausbildung erhöhen
  • Handlungsfeld 4: Kommunale Koordinierung – Aktivitäten vor Ort bündeln

Zielgruppe der Berufs- und Studienorientierung sind generell alle Schülerinnen und Schüler ab der Jahrgangsstufe 8 aller allgemeinbildender Schulformen. Darüber hinaus gibt es für spezifische Zielgruppen ergänzende Angebote, wie z.B. KAoA STAR oder „Komm auf Tour“ für die Jahrgangsstufe 7.

Maßgeblich für die Umsetzung von KAoA ist die Einführung von flächendeckenden Mindeststandards (Standardelementen). Zentrale Standardelemente sind:

Potenzialanalyse

Der erste Baustein einer systematischen Berufsorientierung der Jugendlichen ist die eintägige Potenzialanalyse (PA) im ersten Halbjahr des 8. Schuljahres. Sie soll jedem Schüler mittels einer fundierten Selbst- und Fremdeinschätzung seine personalen, sozialen und fachlichen Potenziale aufzeigen.

Die Potenzialanalysen werden bei einem anerkannten Bildungsträger oder Institut durchgeführt, die Ergebnisse fließen nicht in die schulische Bewertung ein. Anfallende Fahrtkosten werden vom Schulträger übernommen.

Einführung eines Portfolios / Berufswahlpasses für jeden Schüler

Im Berufswahlpass (BWP) werden die Ergebnisse der Potenzialanalyse dokumentiert, darüber hinaus sind weitere unterstützende Arbeitsmaterialien und Informationen enthalten.

Die Berufswahlpässe erhalten die Schulen i.d.R. von den Bildungsträgern zur Weitergabe an die beteiligten Schülerinnen und Schüler. Im Kreis Unna sind dies kreisweit der BWP Nordrhein-Westfalen, im Nordkreis der Lüner BWP und im Schwerter Raum der Schwerter Kompass.

Die Kommunale Koordinierungsstelle plant zurzeit eine Ergänzung des BWP NRW, unter anderem um regionale oder schulformspezifische Besonderheiten im Kreis Unna stärker berücksichtigen zu können. Diese Seiten werden an dieser Stelle als Download zur Verfügung gestellt werden.

Wie in den vergangenen Jahren können sich alle Schülerinnen und Schüler auch für das Schuljahr 2020/2021 zentral über das Internet anmelden, wenn sie ein Berufskolleg, eine Berufsschule oder die gymnasiale Oberstufe an einer Gesamtschule, einem Gymnasium oder einem Berufskolleg im Kreis Unna besuchen möchten.

Doch "schüler online" ist mehr als ein zentrales Anmeldesystem. Es liefert einen aktuellen Überblick über das Bildungsangebot der Berufskollegs, Gesamtschulen und Gymnasien. Damit ist es eine ideale Quelle für alle, die Informationen und Entscheidungshilfen für die Berufsorientierung suchen.

Anmeldeverfahren

  • Mit Ausgabe des Halbjahreszeugnisses erhalten Sie von ihrer Schule ein Passwort.
  • Damit und mit Ihrem Namen und Geburtsdatum können Sie sich an jedem Computer mit Internetzugang unter www.schueleranmeldung.de erstmalig einloggen und dann ein eigenes Passwort vergeben.
  • Nur wenn Ihre Schule nicht an Schüler Online teilnimmt, können Sie sich ohne Passwort anmelden.
  • Ergänzen Sie die Daten, die für die Anmeldung erforderlich sind. Bestätigen Sie jeweils mit der Pfeiltaste „Nächster Schritt“. Geben Sie dabei den Schulabschluss an, den Sie am Ende des laufenden Schuljahres voraussichtlich besitzen werden.
  • Wählen Sie für Ihre Anmeldung/Bewerbung zwischen „bewerben am Berufskolleg (ohne Berufliches Gymnasium)“, „bewerben für die gymnasiale Oberstufe (Berufskollegs, Gesamtschulen, Gymnasien)“ oder „anmelden zur Berufsschule (mit Ausbildungsvertrag oder 'Berufsbildende Maßnahmen')".
  • Nun können Sie die Schule und den Bildungsgang auswählen, für die/den Sie sich anmelden/bewerben möchten. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie Ihre/n Klassenlehrer/in.

Informationen zur Schulpflicht in der Sekundarstufe II (Berufsschulpflicht) im Schuljahr 2019/2020

Nach der zehnjährigen Vollzeitschulpflicht beginnt die Berufsschulpflicht. Berufsschulpflicht besteht für diejenigen, die

  • eine Schule nach dem Schuljahr 2019/2020 verlassen und nach dem 1. August 2002 geboren sind oder
  • eine Berufsausbildung beginnen, bevor sie 21 Jahre alt sind.

Die Berufsschulpflicht dauert für Jugendliche ohne Ausbildungsverhältnis bis zum Ende des Schuljahres, in dem der Schüler/ die Schülerin 18 Jahre alt wird.
Die Schulpflicht endet vor Vollendung des achtzehnten Lebensjahres mit dem erfolgreichen Abschluss eines vollzeitschulischen Bildungsganges der Sekundarstufe II. Die Pflicht zum Besuch der Berufsschule ruht während des Besuchs einer öffentlichen allgemein bildenden Schule.

Die Berufsschulpflicht wird gem. § 40 SchG alternativ erfüllt

  • während des Besuchs einer Hochschule,
  • während des freiwilligen Wehrdienstes oder Bundesfreiwilligendienstes,
  • während eines freiwilligen ökologischen oder sozialen Jahres, wenn der Träger der Einrichtung einen hinreichenden Unterricht erteilt,
  • während eines öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnisses, wenn der Dienstherr in eigenen Einrichtungen einen hinreichenden Unterricht erteilt,
  • vor und nach der Geburt eines Kindes einer Schülerin entsprechend dem Mutterschutzgesetz; wenn nach Ablauf der gesetzlichen Mutterschutzfrist der Nachweis geführt wird, dass durch den Schulbesuch die Betreuung des Kindes der Schülerin oder des Schülers gefährdet wäre,
  • während des Besuchs einer anerkannten Ausbildungseinrichtung für Heil- oder Heilhilfsberufe,
  • für Personen mit Aussiedler- oder Ausländerstatus während des Besuchs eines anerkannten Sprachkurses oder Förderkurses,
  • während des Besuchs des Bildungsgangs der Abendrealschule oder eines Vollzeitkurses einer Weiterbildungseinrichtung zum nachträglichen Erwerb eines Schulabschlusses.
  • Für Kinder und Jugendliche, die auch in einer Förderschule nach Ausschöpfen aller Fördermöglichkeiten nicht gefördert werden können, ruht die Schulpflicht. Die Entscheidung trifft die Schulaufsichtsbehörde; sie holt dazu ein Gutachten der unteren Gesundheitsbehörde ein und hört die Eltern an.
  • Das Ruhen der Schulpflicht wird auf die Dauer der Schulpflicht angerechnet.
  • Flyer (PDF)
  • Direkt zu schüler Online

Noch unsicher?

Wenn Sie Unterstützung brauchen, fragen Sie Ihre Lehrerin oder Ihren Lehrer. Sprechen Sie mit Ihrer Lehrerin oder Ihrem Lehrer auch dann, wenn Sie unsicher sind, ob Sie den geforderten Schulabschluss erreichen werden. Sollten Sie den geplanten Abschluss nicht erreichen, setzen Sie sich mit der Schule, an der Sie sich angemeldet haben in Verbindung. Sie erhalten dort eine Beratung zu möglichen Alternativen.

Sie können auch einen Beratungstermin bei einer weiterführenden Schule vereinbaren und sich an die Berufsberatung der Agentur für Arbeit wenden, www.arbeitsagentur.de, Fon 0800 - 4 5555 00.

  

    

Kurzlink
https://www.kreis-unna.de/x/7m-db90fe

Auskunft

Das Sachgebiet leitet
Dirk Mahltig
Fon 0 23 03 / 27-37 40
dirk.mahltig@kreis-unna.de