Kreishaus Unna | Foto: nowofoto

Kein Abschluss ohne Anschluss

Kein Abschluss ohne Anschluss

Kein Abschluss ohne Anschluss - Übergang Schule-Beruf

Die NRW Landesinitiative „KAoA – Kein Abschluss ohne Anschluss“ – Damit allen Jugendlichen der Übergang Schule–Beruf gelingt

„Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) ist eine Initiative des Landes Nordrhein Westfalen zur Unterstützung eines erfolgreichen Übergangs von der Schule in Ausbildung, Studium und Beruf.

Vor Ort sind alle wichtigen Akteure und Partner beteiligt. Ziel ist es, allen jungen Menschen nach der Schule eine Anschlussperspektive für eine Berufsausbildung oder ein Studium zu eröffnen und durch effektive Koordinierung unnötige Warteschleifen zu vermeiden.

KAoA konzentriert sich auf vier Handlungsfelder:

  • Handlungsfeld 1: Studien- und Berufsorientierung stärken
  • Handlungsfeld 2: Angebote im Übergang Schule-Beruf
  • Handlungsfeld 3: Attraktivität der dualen Ausbildung erhöhen
  • Handlungsfeld 4: Kommunale Koordinierung – Aktivitäten vor Ort bündeln

Im Kreis Unna nehmen alle rd. 4.000 Schülerinnen und Schülern der öffentlichen Schulen an den Angeboten von KAoA teil.

Wir als Kommunale Koordinierungsstelle für KAoA begleiten die Umsetzung im Kreis Unna. Haben Sie Fragen oder benötigen Sie noch mehr Informationen ? Sprechen Sie uns gerne an!

Infos zu KAoA für:

Wie in den vergangenen Jahren können sich alle Schülerinnen und Schüler auch für das Schuljahr 2020/2021 zentral über das Internet anmelden, wenn sie ein Berufskolleg, eine Berufsschule oder die gymnasiale Oberstufe an einer Gesamtschule, einem Gymnasium oder einem Berufskolleg oder ein Weiterbildungskolleg im Kreis Unna besuchen möchten.

Doch "schüler online" ist mehr als ein zentrales Anmeldesystem. Es liefert einen aktuellen Überblick über das Bildungsangebot der Berufskollegs, Gesamtschulen und Gymnasien sowie des Weiter­bildungs­kollegs. Damit ist es eine ideale Quelle für alle, die Informationen und Entscheidungshilfen für die Berufsorientierung suchen.

Anmeldeverfahren

  • Mit Ausgabe des Halbjahreszeugnisses erhalten Sie von ihrer Schule ein Passwort.
  • Damit und mit Ihrem Namen und Geburtsdatum können Sie sich an jedem Computer mit Internetzugang unter www.schueleranmeldung.de erstmalig einloggen und dann ein eigenes Passwort vergeben.
  • Nur wenn Ihre Schule nicht an Schüler Online teilnimmt, können Sie sich ohne Passwort anmelden.
  • Ergänzen Sie die Daten, die für die Anmeldung erforderlich sind. Bestätigen Sie jeweils mit der Pfeiltaste „Nächster Schritt“. Geben Sie dabei den Schulabschluss an, den Sie am Ende des laufenden Schuljahres voraussichtlich besitzen werden.
  • Wählen Sie für Ihre Anmeldung/Bewerbung zwischen „bewerben am Berufskolleg (ohne Berufliches Gymnasium)“, „bewerben für die gymnasiale Oberstufe (Berufskollegs, Gesamtschulen, Gymnasien)“ oder „anmelden zur Berufsschule (mit Ausbildungsvertrag oder 'Berufsbildende Maßnahmen')".
  • Nun können Sie die Schule und den Bildungsgang auswählen, für die/den Sie sich anmelden/bewerben möchten. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie Ihre/n Klassenlehrer/in.

Informationen zur Schulpflicht in der Sekundarstufe II (Berufsschulpflicht) im Schuljahr 2020/2021

Nach der zehnjährigen Vollzeitschulpflicht beginnt die Berufsschulpflicht. Berufsschulpflicht besteht für diejenigen, die

  • eine Schule nach dem Schuljahr 2019/2020 verlassen und nach dem 1. August 2002 geboren sind oder
  • eine Berufsausbildung beginnen, bevor sie 21 Jahre alt sind.

Die Berufsschulpflicht dauert für Jugendliche ohne Ausbildungsverhältnis bis zum Ende des Schuljahres, in dem der Schüler/ die Schülerin 18 Jahre alt wird.

Die Schulpflicht endet vor Vollendung des achtzehnten Lebensjahres mit dem erfolgreichen Abschluss eines vollzeitschulischen Bildungsganges der Sekundarstufe II. Die Pflicht zum Besuch der Berufsschule ruht während des Besuchs einer öffentlichen allgemein bildenden Schule.

Die Berufsschulpflicht wird gem. § 40 SchG alternativ erfüllt

  • während des Besuchs einer Hochschule,
  • während des freiwilligen Wehrdienstes oder Bundesfreiwilligendienstes,
  • während eines freiwilligen ökologischen oder sozialen Jahres, wenn der Träger der Einrichtung einen hinreichenden Unterricht erteilt,
  • während eines öffentlich-rechtlichen Ausbildungsverhältnisses, wenn der Dienstherr in eigenen Einrichtungen einen hinreichenden Unterricht erteilt,
  • vor und nach der Geburt eines Kindes einer Schülerin entsprechend dem Mutterschutzgesetz; wenn nach Ablauf der gesetzlichen Mutterschutzfrist der Nachweis geführt wird, dass durch den Schulbesuch die Betreuung des Kindes der Schülerin  gefährdet wäre,
  • während des Besuchs einer anerkannten Ausbildungseinrichtung für Heil- oder Heilhilfsberufe,
  • für Personen mit Aussiedler- oder Ausländerstatus während des Besuchs eines anerkannten Sprachkurses oder Förderkurses,
  • während des Besuchs des Bildungsgangs der Abendrealschule oder eines Vollzeitkurses einer Weiterbildungseinrichtung zum nachträglichen Erwerb eines Schulabschlusses.
  • Für Kinder und Jugendliche, die auch in einer Förderschule nach Ausschöpfen aller Fördermöglichkeiten nicht gefördert werden können, ruht die Schulpflicht. Die Entscheidung trifft die Schulaufsichtsbehörde; sie holt dazu ein Gutachten der unteren Gesundheitsbehörde ein und hört die Eltern an.
  • Das Ruhen der Schulpflicht wird auf die Dauer der Schulpflicht angerechnet.

 

Das Projekt „komm auf Tour – meine Stärken, meine Zukunft“ unterstützt Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen aller Schulformen darin, frühzeitig ihre Stärken zu entdecken.

Erlebnisparcours

Das handlungsorientierte Angebot besteht aus einem Erlebnisparcours mit verschiedenen Spielstationen. An jeder Station lösen die Schüler selbst gewählte Aufgaben und sammeln dabei sogenannte Stärkepunkte (Aufkleber), die bestimmte Stärken symbolisieren. Das Symbol der Büroklammer steht z.B. für Ordnung und Organisation, das Symbol der Hand für handwerkliches Geschick. Insgesamt gibt es sieben verschiedene Stärkensymbole.

„Komm auf Tour“ macht damit Stärken sichtbar und fördert spielerisch und geschlechtersensibel die Auseinandersetzung mit eigenen Stärken, Interessen und Zukunftsvorstellungen.

Als Projekt vorgeschaltet

Dabei ist „Komm auf Tour“ kein analytisches, sondern ein impulsgebendes Verfahren und regt Schüler dazu an, ihre Stärken durch Selbst- und Fremdeinschätzung zu entdecken. Das Projekt ist der Potenzialanalyse, an der alle Schüler der 8. Klasse im Rahmen der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ verpflichtend teilnehmen, direkt vorgeschaltet.

Durchführung

Durchgeführt wird „Komm auf Tour“ durch Mitarbeiter der Firma Sinus aus Köln, unterstützt durch ein großes Netzwerk aus regionalen Kooperationspartnern. Diese kommen aus den Bereichen der Lebensplanung und Berufsorientierung und wirken aktiv entweder in der „Reisebegleitung“ (Begleitung der Schüler durch den Parcours und Vergabe der Stärken) oder im Lehrkräfteservice (Informationstool für die begleitenden Lehrkräfte) bei der Projektumsetzung mit. Mit ihrer Beteiligung bietet „Komm auf Tour“ so lokalen und regionalen Akteuren die Möglichkeit, ihr Angebot Schüler, Lehrkräften und auch Eltern vorzustellen und persönlich in Kontakt zu treten. Alle Unterstützungs- und Hilfsangebote sind in einem regionalen Handout zusammengefasst, das Eltern, Lehrkräften und allen weiteren Interessierten zur Verfügung gestellt wird.

„Komm auf Tour“ stellt somit einen Baustein dar, der sich in die regionale Struktur der Berufsorientierung einfügt und das Netzwerk stärkt bzw. erweitert.

Seit vielen Jahren dabei

Im Kreis Unna wird „Komm auf Tour“ seit vielen Jahren umgesetzt. Schüler aller Schulformen aus allen Kommunen können teilnehmen. Finanziert wird das Projekt durch die Bundesagentur für Arbeit (50 Prozent) sowie durch den Kreis Unna und die teilnehmenden Kommunen (zu je 25 Prozent). Die Gesamtorganisation der dreiwöchigen Umsetzung vor Ort sowie die Koordination der beteiligten Stellen und Partner übernimmt die Kommunale Koordinierung für den Übergang Schule-Beruf des Kreises Unna. Die Schulträger benennen jeweils die teilnehmenden Schulen; der Bustransfer der Schülerinnen und Schüler zum Veranstaltungsort wird durch den Kreis Unna organisiert.

  

    

Kurzlink
https://www.kreis-unna.de/x/7m-db90fe

Auskunft

Dirk Mahltig
Sachgebietsleiter
Fon 0 23 03 / 27-37 40
dirk.mahltig@kreis-unna.de

Benachteiligtenförderung, Potenzialanalyse

Andrea Kunzner
Fon 0 23 03 / 27-43 40
Fax 0 23 03 / 27-18 96
andrea.kunzner@kreis-unna.de

Organisation und Verwaltung, Schüler Online

Silke Nagel
Fon 0 23 03 / 27- 36 40
silke.nagel@kreis-unna.de

Berufsfelderkundung, Komm auf Tour

Monika Lewek-Althoff
Fon 0 23 03 / 27-41 40
monika.lewek-althoff@kreis-unna.de

Öffentlichkeitsarbeit, Elterneinbindung

Kirsten Geisler
Fon 0 23 03 / 27-50 40
kirsten.geisler@kreis-unna.de

Regionaler Koordinator

Christian Fuchs
Fon 0 23 03 / 27-49 40
christian.fuchs@kreis-unna.de