Kreishaus Unna | Foto: nowofoto.de

Bauprogramm geplant - Straßenvermögen soll nicht unter die Räder kommen

Der Name ist lang und sperrig – doch die wirkungsorientierte Steuerung (WOS) bringt Schwung in die Straßenbauplanung des Kreises. Sie macht millionenschwere Vorhaben finanzierbar und sorgt für ein dauerhaft qualitativ gutes Verkehrsnetz.

Zigtausende von Reifen rollen täglich darüber. Damit das in den Kreisstraßen verbaute Vermögen trotz hoher Belastung nicht weiter „unter die Räder kommt“, soll ein Straßenbauprogramm 2018 - 2023 aufgelegt werden. Der Entwurf wurde inzwischen an die Politik zum Einlesen und als Basis für spätere Beratungen in den Gremien und zur Beschlussfassung im Oktober im Kreistag weitergeleitet. Die gesteckten Ziele sind ambitioniert.

Substanzerhaltung des Kreisstraßenvermögens

Das Kreisstraßennetz ist fast 220 Kilometer lang. Daneben gibt es über 50 Brücken, 20 Ampelanlagen und acht Lärmschutzwände. Jahrelang wurde angesichts knapper Kassen zwar das Notwendigste gemacht. Im Ergebnis verfiel das „Asphalt“-Vermögen aber zusehends. Derzeit beträgt das Infrastrukturvermögen rund 97 Millionen Euro und ist damit der zweitgrößte Bilanzposten im Haushalt.

Aktuell sind 20 Prozent der Kreisstraßen auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 5 (sehr schlecht) mit der Note 5 beurteilt. Der Wert über alles liegt bei 2,98. Entschlossen gegen steuern, Vermögen sichern und im wahren Sinne ausbauen - so lautet der Plan. Bis 2023 sollen deutlich mehr als 50 Straßenabschnitte (über 25 Prozent des Kreisstraßennetzes) saniert sein und der Durchschnittswert für die Straßen bei mindestens 2,8 liegen.

Gesamtkosten von fast 13 Millionen Euro kalkuliert

Für das Bauprogramm werden Gesamtkosten von knapp 12,9 Millionen Euro errechnet. Knapp 8,6 Millionen Euro sind investiv – und werden mit rund 60 Prozent gefördert. Weitere rund vier Millionen werden für laufende Aufwendungen eingeplant. Für 2018 sind die ersten zehn Maßnahmen vorgesehen.

Verbesserung der Infrastruktur im Kreis

Der Kreis ist ein bedeutender Logistikstandort – das hat Folgen für die Verkehrsinfrastruktur rund um die Gewerbegebiete. Deshalb will der Kreis mit dem Bauprogramm 2018 genau da ansetzen. Ganz oben auf der Liste steht die Rhynener Straße (K 42) in Bönen – Zufahrt zum interkommunalen Gewerbegebiet InlogPark. Die Sanierung findet auf einer Länge von rund 1.400 m im östlichen Teilabschnitt statt. Kostenpunkt: rund 450.000 Euro.

Weitere Maßnahmen des 2018er-Programms sind in Bergkamen, Kamen, Holzwickede und Werne geplant. Der Kostenrahmen dafür beträgt insgesamt 2,5 Millionen Euro.

- Constanze Rauert -

 

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