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Schulstart

Tipps zum Schulbeginn - Schulstart leicht gemacht

Hier finden Sie einige sinnvolle Tipps zum Schulbeginn. Bei Fragen steht Ihnen der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst des Kreises Unna zur Verfügung.

Schultüte

Foto: pixelio - delater

Für viele Kinder beginnt nach den Sommerferien der "Ernst des Lebens". Versüßt wird der erste Schultag traditionell mit einer großen Schultüte. Doch die sollte nicht zu süß sein - Obst könnte den ein oder anderen Schokoriegel ersetzen. Außerdem können auch ein paar Stifte, ein kleines Spielzeug oder ein Kuschetier eingepackt werden. 

Foto: pixelio - dalater

Schultüten haben es häufig in sich: Bonbons, Schokolade und süße Riegel tummeln sich in Hülle und Fülle. Bei Kindern sind sie meist heiß geliebt, aber zuckerhaltige Nahrungsmittel können, wenn sie häufig gegessen werden, zu schweren Schäden im Gebiss, zu Übergewicht und gar Stoffwechselstörungen führen.

Der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst des Kreises Unna empfiehlt deshalb alternative „Tütenfüllungen“, die nicht dick, aber viel Freude machen.

Ein oder zwei Leckereien, die das Kind besonders mag, haben Platz in der spitzen Tüte. Ansonsten sind zuckerfreie Müsliriegel, Studentenfutter aus Trockenobst oder Nüsse und Vollkorngebäck gesünder und kommen auch bei kleinen Naschkatzen gut an. Doch nicht nur Essbares gehört in die bunten „Wundertüten“, die bei den Kindern Vorfreude auf den Schulbesuch wecken sollen.

Der Phantasie der Eltern sind hier grundsätzlich keine Grenzen gesetzt.

Kleinigkeiten, die Zähnen und Figur nicht schaden, z.B. Blei- und Buntstifte ohne Lackierung, Malblocks, Jojos, Luftballons, ein Springseil, ein erstes Buch zum selber Lesen oder ein lustig gestalteter Gutschein für ein lang ersehntes Spielzeug, ein Kuscheltier oder eine Unternehmung mit den Eltern finden sicher immer ein Plätzchen in der Schultüte und bei den Kindern großen Anklang. Zuckerfreie Zahnpflegekaugummis und eine neue Zahnbürste für die Schule sind ebenso nützlich wie eine gut schließende Trinkflasche mit passender Brotbox für die Pause. So wird auf Dauer auch noch Müll vermieden.

Frühstück

Foto: pixelio - Lupo

Langjährige Untersuchungen belegen, dass in Deutschland ca. 25 Prozent der Schülerinnen und Schüler zu Hause gar nicht oder nur unzureichend frühstücken und/oder kein Pausenbrot dabei haben. Das Frühstück ist aber ganz wesentlicher Bausteine für die gesunde Ernährung unserer Kinder, denn mit leerem Magen können Körper und Geist keine Leistung bringen. Das unterstreicht der Kinder- und Jugendgesundheitsdienst des Kreises Unna.

Sinnvoll ist für Kinder - wie für Erwachsene - ist eine vernünftig zusammengestellte Mischkost, denn gesunde Ernährung bedeutet vor allem Ausgewogenheit.

Für die Lebensmittelauswahl gelten drei einfache Regeln

  • sparsam: fettreiche Lebensmittel und Süßwaren | z.B. Butter, Öl, Schokolade
  • ausreichend (mäßig): tierische Lebensmittel | Milch bzw. Milchprodukte, Fleisch, Geflügel, Fisch und Eiern als Hauptlieferanten von Eiweiß
  • reichlich: pflanzliche Lebensmittel | Obst, Gemüse‚ Brot, Getreideflocken, Kartoffeln, Nudeln usw. als Kohlenhydratlieferanten und ungesüßte Getränke | Kinder im Grundschulalter benötigen täglich etwa 1 Liter Mineralwasser, Früchtetee oder Saftschorle

Kinder können die Energielieferanten (Kohlenhydrate) aus der Nahrung und auch Flüssigkeit weniger gut speichern als Erwachsene. Mit dem ersten Frühstück (zu Hause) wird die Leistungsfähigkeit am frühen Morgen in Gang gesetzt, das zweite Frühstück (in der Schule) verhindert einen stärkeren Leistungsabfall während des Vormittags. Zusammen sollen sie etwa 1/3 der täglichen Nahrungszufuhr decken. Bei Grundschülern sind das ca. 500 Kcal.

Zum Kinderfrühstück gehören "die erfolgreichen Vier"

Vollkornbrot | Milchprodukt | Obst/Gemüse | Getränk

Um den ersten Hunger zu stillen sind frühmorgens zum 1. Frühstück ausnahmsweise auch Zucker- oder Kakaozusätze, Marmelade, Honig oder Nuss-Nougat-Creme als "Brennstoff für das Gehirn" in maßen erlaubt. Hautbestandteile sind und bleiben jedoch neben einem ungesüßten Getränke als Durstlöscher, ein Glas Milch (150 ml) oder ein Milchprodukt (Käse, Quark, Joghurt), reichlich Brot, Brötchen, Müsli oder Cornflakes. Vollkornprodukte stillen dauerhafter den Hunger, da sie im Körper langsamer abgebaut werden als Brot aus ausgemalenem Mehl und sollen unbedingt bevorzugt werden, damit das Kind dann bis zur großen Pause „durchhält“. Obst und/oder Gemüse gehören bei Kindern zu jeder Malzeit.

Auch wenn das Kind so gut gestärkt zur Schule geht, bracht es in der großen Pause einen „Nachschlag“. Hat das Kind morgens ausgiebig gefrühstückt, braucht es zum  das 2. Frühstück in der Schule nur eine kleine gemischte Portion „der erfolgreichen Vier“. Frühstücksmuffeln sollten nun aber ordentlich zugreifen!

 

 

Tipp: Bestellen Sie für Ihr Kind Schulmilch! 

Milch ist als Calciumlieferant für Kinder wichtig.

Im ernährungsphysiologischen Sinne handelt es sich um ein Nahrungsmittel. Eine Tasse Vollmilch liefert rund 100 Kcal, wovon 47 Prozent "Fettkalorien" sind. Grundschulkinder benötigen täglich ca. 400 ml/g Milch oder Milchprodukte (Käse, Joghurt, Quark usw.).

 

 

Wer isst schon gern allein?

Aus der AOK-Familienstudie 2010 geht hervor, dass in jeder dritten Familie nicht gemeinsam gefrühstückt wird. Die Kinder entwickeln sich so, wie es die Eltern ihnen vorleben. Hektik am Morgen tut niemandem gut! Der neue Lebensabschnitt des Kinder sollte für die Eltern Anlass sein, auch die eigenen Gewohnheiten zu überdenken. Gemeinsam essen hat einen erheblichen sozialen Aspekt, gibt Gelegenheit zum Gespräch und den Kindern Sicherheit.

Einschulung

Foto: pixelio - Thommy Weiss

Normalerweise freuen sich Kinder auf die Schule und können es gar nicht erwarten, eingeschult zu werden. Sie wollen Neues lernen und unabhängiger werden. Die Schulärztinnen des Kreises Unna wissen, was der Nachwuchs vor allem braucht: Das Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit.

Ein enger Kontakt zwischen Elternhaus und Schule ist vor allem zum Schulanfang bzw. in den ersten Schuljahren wichtig. Eltern können ihr Kind bereits vor der Einschulung auf einige Dinge vorbereiten. Hierzu gehört insbesondere, das Kind rechtzeitig mit dem Schulweg vertraut zu machen. „Gehen Sie vor Schulanfang gemeinsam mit Ihrem Kind mehrfach den Schulweg ab. Achten Sie darauf, dass Sie den sichersten und nicht einfach den kürzesten Weg nehmen“, raten die Kreismediziner.

Kinder sind heute oft einer ständigen Reizüberflutung ausgesetzt - sei es durch zuviel Fernsehen, Videospiele, Umweltlärm oder vieles mehr. „Schaffen Sie einen Ausgleich und achten Sie darauf, dass Ihr Kind genügend Bewegung hat, sich richtig ernährt und viel schläft.“ So lautet eine weitere Empfehlung der Fachleute. Schulanfänger sollten möglichst immer zur gleichen Zeit und nicht zu spät ins Bett gehen (spätestens zwischen 19.30 und 20 Uhr). Gut ausgeschlafen fällt es den Kindern oft leichter, sich zu konzentrieren und aufmerksam dem Unterricht zu folgen.

Grundschulkinder wollen sich bewähren und Leistungen erbringen, ohne dass sie ihr Leistungsvermögen bereits richtig einschätzen können. Gleichzeitig werden sie stärker als bisher mit Verpflichtungen und Regelungen, mit Lob, Tadel, Freude und Enttäuschung konfrontiert. Daher brauchen Grundschulkinder ein hohes Maß an Anerkennung, viel Verständnis und eine Atmosphäre des Vertrauens und der Rücksichtnahme - nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch zu Hause. Mit Geduld und Güte kann man Kindern mögliche Ängste nehmen, ihnen Selbstvertrauen und emotionale Stabilität geben.

Schulranzen | Tornister

Foto: pixelio - hohenester

Beim Kauf eines Tornisters sollten Sie darauf achten, dass dieser der DIN-Norm 58 124 entspricht. Solche Schulranzen müssen u.a. haltbar, leicht, körpergerecht und ausreichend mit Reflektoren versehen sein.

So sollen sie den Rücken der Kinder schonen und auch im Straßenverkehr gut sichtbar sein.

Der Schulranzen inklusive Inhalt sollte 10 bis max. 15 Prozent des Körpergewichts des Kindes nicht überschreiten.

  • Deswegen ist es wichtig, dass das Eigengewicht des Tornisters nicht mehr als 1,5 kg beträgt. In den ersten beiden Klassen sollte der leere Ranzen sogar möglichst nicht schwerer als 1,2 kg sein. D.h. ein 20 kg schwerer Schulanfänger darf einen Ranzen tragen, dessen Gesamtgewicht max. 2,5 kg beträgt.

Der Ranzen gehört auf den Rücken, nicht über die Schulter oder unter den Arm.

  • Er sitzt richtig, wenn er waagerecht auf dem Rücken getragen wird, mindestens mit der Schulterhöhe des Kindes abschließt und eng am Körper getragen wird.
  • Rucksäcke und Umhängetaschen sind als Schultaschen ungeeignet. Hier sollte gelten: lieber "uncool" als krank.
  • Es gibt mittlerweile auch Ranzen mit Rädern zum Ziehen (Trolleys) in kindgerechten Mustern. Wenn diese insgesamt nicht zu schwer sind (müssen auch hin und wieder getragen werden), sind sie für einen längeren Schulweg im Prinzip zu empfehlen. Orthopäden sehen jedoch auch Gefahren für Haltungsschäden, wenn der Trolley einseitig gezogen wird.

Eltern sollten den Schulranzen regelmäßig zusammen mit dem Kind ausräumen und entrümpeln, damit es nur die notwendigen Dinge mitnimmt. Die Schulen müssen den Kindern ausreichend Aufbewahrungsmöglichkeiten in der Schule zur Verfügung stellen. Schulbuchtourneen sind deshalb unnötig.

Neben einem zu schweren Schulranzen führt auch Bewegungsmangel zu Haltungsschäden bei Kindern. In den letzten Jahren wird bei Kindern im schulfähigen Alter immer häufiger eine schlechte Haltung beobachtet. Die Bauch- und Rückenmuskeln sind zu schwach, um eine aufrechte Haltung über längere Zeit einzuhalten. Eine wichtige Ursache sind die heutigen Lebensgewohnheiten unserer Kinder: morgens Schulbank drücken, nachmittags über den Hausaufgaben brüten, dann Computer spielen oder Fernsehen. Untersuchungen zeigen, dass Kinder im Grundschulalter im Schnitt 9 (!) Stunden am Tag sitzen.

  • Unterstützen und fördern Sie den Bewegungsdrang Ihrer Kinder.
  • Nehmen Sie sich Zeit für die Kinder. Gehen Sie mit Ihnen auf den Spielplatz, besser noch in den Wald spazieren. Lassen Sie sie auf Baumstämmen und Mauern balancieren, das stärkt den Gleichgewichtssinn und auch den Rücken.
  • Lassen Sie ihre Kinder so viel wie möglich barfuß gehen, denn der Fuß ist das Fundament für eine gute Haltung.
  • Suchen Sie Anschluss an Spiel- und Sportgruppen.
  • Weil Kinder wachsen, empfehlen sich höhenverstellbare Stühle und Tische zum Arbeiten.

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