KIM wird ausgeweitet - Kreistag beschließt

Seit März 2021 kümmert sich das Kommunale Integrationszentrum Kreis Unna (KI) um das vom Land geförderte Programm „Kommunales Integrationsmanagement (KIM)“. Ziel ist es, die vorhandenen Angebote und Strukturen zu stärken, um zukünftig zugewanderte Menschen besser und schneller zu integrieren. Jetzt hat der Kreistag beschlossen, das Programm auszuweiten.

Konkret bedeutet das: Die drei Stellen aus dem zum 30. Juni auslaufenden Landesprogramm „Gemeinsam Durchstarten in Ausbildung und Arbeit“ werden in das KIM übernommen, die Mittel dafür stellt das Land bereit. Insgesamt gehören damit 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Team – die Leitung des Teams liegt beim KI, die Mitglieder sind teilweise bei den Kommunen selbst verankert. Bis Ende 2022 sollen es insgesamt 29 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein.

Integration vor Ort

„Integration findet vor Ort, in den Städten und Gemeinden statt“, berichtet die Team-Leiterin Katja Arens. „Mit den Ressourcen des Landesprogramm sollen diese Bemühungen unterstützt werden. Eine wichtige fachliche Klammer dafür bildet auf Kreisebene der Anfang des Jahres ins Leben gerufenen ‚Qualitätszirkel Fallmanagement‘.“ Unter Leitung von Nadine Günnewig werden hier neben dem Austausch gemeinsame Standards in der Fallarbeit entwickelt.

Eingebunden sind die über das KIM geförderten Stellen auch in der Ausländerbehörde des Kreises und der Stadt Lünen. Damit geht der Kreis Unna einen neuen Weg: „In einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Sozialer Arbeit und Ausländerbehörden nehmen wir landesweit eine Vorreiterrolle ein“, so Arens. „Ziel ist es, mehr möglich zu machen. Wir wollen den zugewanderten Menschen eine dauerhafte und abgesicherte Bleibeperspektive eröffnen.“ Am Ende des Prozesses kann dann die Einbürgerung stehen. Auch hier fördert das Land Stellen in den Städten Lünen und Unna und beim Kreis.

- Max Rolke -

Hintergrund KIM

Das Förderprogramm „Kommunale Integrationsmanagement (KIM)“ stellt mit einem Volumen von rund 75 Millionen Euro den zentralen Baustein des 2022 in Kraft getretenen und auch bundesweit vorbildlichen Teilhabe- und Integrationsgesetzes NRW dar. Es hat zum Ziel, die vorhandenen Angebote und -strukturen zu stärken um zukünftig zugewanderte Menschen besser und schneller zu integrieren. Besonders der Vernetzung bestehender Hilfen und Unterstützungsangeboten kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu. Daher gehören dem KIM-Lenkungskreis im Kreis Unna neben den Kommunen mit ihren Behörden auch die Vertreterinnen und Vertreter der Freien Wohlfahrtspflege, der Agentur für Arbeit, des Jobcenters und des Ehrenamtes an.

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