Beratung bei Zeugnis-Sorgen - „Unterstützen statt bestrafen“

Ein weiteres Schuljahr mit besonderen Herausforderungen für Schüler, Eltern und Lehrkräfte ist vorbei und die Zeugnisvergabe steht vor der Tür. Während der eine das Papier freudestrahlend nach Hause trägt, kämpft manch anderer mit einem mulmigen Gefühl. Denn wenn die Noten aus Sicht der Eltern nicht stimmen, kann es für den Nachwuchs schon mal stressig werden. Hilfe bei Zeugnis-Sorgen gibt es auch bei der Schulpsychologischen Beratungsstelle.

„Mancher Schüler hat Angst davor, seine Eltern zu enttäuschen, aber auch Angst, vor Mitschülern nicht gut dazustehen oder gar ausgelacht zu werden“, sagt Diplom-Psychologe Andreas Hunke. Der Leiter der Schulpsychologischen Beratungsstelle weiß auch: „Eltern haben ebenfalls Angst vor den Zeugnissen, weil sie sich um die Zukunftsperspektiven ihrer Kinder sorgen.“

Die Note als Momentaufnahme

Es gibt neben den Belastungen durch die Coronazeit  viele Gründe für Lernschwierigkeiten. „Vielleicht war wegen eines Umzugs ein Schulwechsel nötig, vielleicht haben sich die Eltern getrennt oder die Oma ist gestorben“, nennt Hunke Beispiele und rät: „Eltern sollten nicht nur die schlechten Noten sehen, sondern auch die Begleitumstände, also den Alltag ihrer Kinder, im Blick haben.“

Rat und Hilfe bei verschiedenen Stellen

  • Schulpsychologische Beratungsstelle des Kreises Unna, Tel. 0 23 03 / 27 - 30 40
  • Bundesweite „Nummer gegen den Kummer“: 0 800 / 11 10 333
  • Zeugnistelefon der Bezirksregierung Arnsberg: Tel.: 0 29 31 / 82-33 88, geschaltet am 27. und 28. Juni von 9 bis 15 Uhr, sowie am 29. Juni von 9 Uhr bis 13 Uhr.

- Max Rolke -

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